Lou Jiwei CIC

Will CIC-Chef Lou Jiwei nun auch bei Daimler einsteigen? - Bild: ChinaWME

CIC spreche nicht über einen Anteilskauf, sagte eine mit der Situation vertraute Person, die damit einen anders lautenden Pressebericht zurückwies.

Die Zeitung “Financial Times” hatte unter Berufung auf die chinesische Zeitung “People’s Daily” geschrieben, CIC wolle einen Anteil von vier bis zehn Prozent an Daimler kaufen. Dafür müssten die Chinesen nach aktuellen Aktienkursen 1,8 bis 4,5 Milliarden Euro bezahlen. Der Aktienkurs von Daimler war am Montagmorgen in Folge des Medienberichtes um 1,9 Prozent gestiegen.

Seitdem Ende 2011 erstmals Medien berichteten, Daimler habe eine Investmentbank mit der Ausarbeitung einer Transaktion beauftragt, wurde immer wieder darüber spekuliert, dass der Staatsfonds CIC ein potenzieller Investor sein könnte.

Der Autobauer Daimler wünscht sich mehr langfristige Investoren im Aktionärskreis. Man wolle so attraktiv für potenzielle Investoren sein, “dass wir mehr langfristige Aktionäre für uns gewinnen. Dabei sind uns auch Investoren aus China willkommen”, hatte Daimler-Chef Dieter Zetsche in einem Interview mit der Börsen-Zeitung erst vergangene Woche gesagt.

Investoren aus China willkommen

Eine mögliche Beteiligung aus dem Riesenreich hätte für Daimler auch eine strategische Bedeutung, denn auf dem wichtigen Zukunftsmarkt schwächelt das Unternehmen und fährt der Konkurrenz spürbar hinterher. Ein engerer Kontakt zur Führung des zentralistisch gesteuerten Staates wäre da womöglich von Vorteil für die Vorhaben in der Zukunft. Daimler hatte Ende 2012 angekündigt, viel Geld in eine Reform des China-Vertriebsnetzes zu stecken. Und mit Hubertus Troska gibt es seit kurzem einen eigenen China-Vorstand.

CIC verwaltet rund 150 Milliarden Dollar in ausländischen Vermögenswerten, das Kapital stammt aus den chinesischen Devisenreserven.

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Dow Jones Newswires/Guido Kruschke