Straße in Peking

Straße in Peking: Weil Mercedes-Benz und BMW in den USA SUVs auch für den chinesischen Markt fertigen, sind sie von den höheren US-Zöllen auf Stahl sowie den chinesischen Gegenzöllen betroffen. Bild: Pixabay

Die Zahlen gab der Branchenverband China Passenger Car Association (PCA) am Mittwoch (8. August) in Peking bekannt. Zu den Pkw zählt der Verband auch Stadtgeländewagen (SUVs) und Mini-Vans. Bei den auch in China beliebten SUVs gab es im Juli einen Rückgang von 6,9 Prozent auf 639 725 Autos.

China hatte in Reaktion auf erhöhte US-Einfuhrzölle die Importabgaben für Autos aus US-Produktion von 25 auf 40 Prozent erhöht. Daimlers Automobilsparte Mercedes-Benz und BMW fertigen in den USA SUVs auch für den chinesischen Markt. Daimler verwies bei der Gewinnwarnung im Juni auch auf die erhöhten US-Zölle, BMW musste für einige Modelle die Preise in China anheben und rechnet laut Finanzchef Nicolas Peter mit Belastungen von voraussichtlich weniger als 300 Millionen Euro bis Jahresende.

Der chinesische Automarkt ist der mit Abstand größte der Welt und auch für die deutschen Hersteller der wichtigste Einzelmarkt. Für aus der EU importierte Autos gilt seit Anfang Juli ein reduzierter Zollsatz von 15 Prozent. Hersteller mussten aber bereits vorher Nachlässe gewähren, weil die Autokäufer im Land die anstehende Zollsenkung in ihren Preisverhandlungen nutzten.