Achtungserfolg für Chery: der seit Juli in Brasilien produzierte Celer ist schon für die

Achtungserfolg für Chery: der seit Juli in Brasilien produzierte Celer ist schon für die brasilianische Polizei im Einsatz. Bild: Chery


Die Chinesen rüsten auf in Brasilien. Rund 400 Millionen Dollar hat Chery in den Bau des neuen Werks gesteckt, nun kommen weitere knapp 23 Millionen Dollar für ein Forschungs- und Entwicklungszentrum dazu. Wie der Brasilien-Statthalter des chinesischen Herstellers, Luis Curi, bei der Eröffnungfeier des Werks am Donnerstag (28. August) sagte, sollen in dem Zentrum speziell auf die Bedürfnisse des brasilianischen Marktes zugeschnittene Autos entwickelt werden. Curi sagte: “In der Zukunft, möglicherweise schon 2018, wird Chery Autos in Brasilien anbieten, die hier geplant, entwickelt und gebaut wurden.” Darüber hinaus ist dem F&E-Center eine führende Rolle bei der Entwicklung von Fahrzeugen für den gesamten südamerikanischen Markt zugedacht.

Chery exportiert – wie eine Reihe weitere chinesischer Hersteller – seit geraumer Zeit Autos aus China nach Brasilien. Der südamerikanische Markt spielt eine wichtige Rolle bei den Zielen der Autobauer, im globalen Geschäft Fuß zu fassen. Hier setzt man vor allem auf das Volumen- und Low-Budget-Segment. Tatsächlich verzeichnete Chery einige Anfangserfolge. Zuletzt hatte der chinesische Autobauer aber schwer zu kämpfen. Grund: durch die hohen Importzölle brach der Fahrzeugabsatz zusammen. Mit dem neuen Werk hofft man nun auf eine Trendwende. Einen kleinen Achtungserfolg hat man bereits erzielt: die brasilianische Polizei hat vor einigen Wochen den Celer, das erste Brasilien-Modell der Chinesen in seinen Fuhrpark aufgenommen.

In dem neuen Werk läuft die Vorserienfertigung seit Anfang Juli. Gebaut werden dort – neben dem kompakten Schrägheck-Modell Celer – die Limousine Fulwin 2 und der Kleinstwagen QQ. 2017 soll noch ein Crossover Utility Vehicle (CUV) ins Produktionsprogramm aufgenommen werden – möglicherweise dann schon in Brasilien entwickelt.

Aktuell beschäftigt Chery rund 300 Mitarbeiter in dem Werk, bei den meisten von ihnen handelt es sich um ehemalige GM-Arbeiter aus San Jose dos Campos. GM hat dort aufgrund der schlechten Marktentwicklung deutlich Personal abgebautKapazitäten abgebaut. Im ersten vollen Produktionsjahr 2015 will Chery 50.000 Autos in Brasilien bauen, die maximale Kapazität liegt bei 150.000 Einheiten jährlich. Diese will man 2017/2018 erreichen, bis dahin will Chery auf einen Marktanteil von drei Prozent kommen.

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Frank Volk