Sergio Marchionne Fiat breit

Fiat-Chef Sergio Marchionne rechnet weiterhin mit einem Jahresumsatz von 88 bis 92 Milliarden Euro. - Bild: Fiat

Das operative Konzernergebnis lag mit 1,03 Milliarden Euro knapp neun Prozent besser als vor einem Jahr und deutlich über den Erwartungen der Analysten. Fast 90 Prozent davon steuerte allerdings Chrysler bei, wie Fiat am Dienstag mitteilte. Unter dem Strich blieben dem Konzern 435 Millionen Euro Gewinn und damit gut 80 Prozent mehr als vor einem Jahr. Ohne die US-Tochter hätte Fiat aber 247 Millionen Euro Verlust eingefahren.

Starke Nachfrage nach margenträchtigen Pickups

Fiats Konzern-Absatz in der EU war nach Zahlen des Branchenverbands ACEA seit Januar um zehn Prozent geschrumpft. Gleichzeitig gab der Markt um 6,6 Prozent nach. So verloren die Italiener Marktanteile und mussten auch Umsatzeinbußen hinnehmen. Doch kräftige Zuwächse der Marken Dodge und Ram in den USA glichen die Rückgänge mehr als aus. Konzernweit konnte Fiat dadurch seine Auslieferungen um fünf Prozent steigern und legte auch beim Umsatz um knapp vier Prozent auf 22,3 Milliarden Euro zu.

An seinem Ausblick hielt Fiat-Chef Sergio Marchionne fest. Er rechnet weiterhin mit 88 bis 92 Milliarden Euro Umsatz und einem operativen Gewinn zwischen 4 und 4,5 Milliarden Euro. Damit muss der Konzern im zweiten Halbjahr aber vor allem beim Gewinn noch kräftig zulegen – nach sechs Monaten steht Fiat erst bei 1,65 Milliarden Euro. Der Umsatz rangiert nach sechs Monaten bei 42,1 Milliarden.

Allerdings warnte Chrysler, dass der Nettogewinn im Gesamtjahr möglicherweise auf bis zu 1,7 Milliarden Dollar fallen könnte. Bislang hatte der Autobauer 2,2 Milliarden in Aussicht gestellt. Die Einführung neuer Modelle und die Erhöhung der Produktionskapazität werde im zweiten Halbjahr belasten.

Fiat hält 58,5 Prozent an Chrysler. Die restlichen 41,5 Prozent sind in Händen des US-Gewerkschaftsfonds Veba

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dpa/Guido Kruschke