Jeep Wrangler

Auch der aktuelle Jeep Wrangler ist in Nordamerika vom Problem mit fehlerhaften Reifendruck-Kontrollsystemen betroffen. – Bild: Jeep

Wie Chrysler in Nordamerika mitteilte, gibt es gleich zwei Probleme mit einem von dem Autohersteller eingesetzten Tire Pressure Monitoring System (TPS), beide gehen wohl auf Probleme mit der Software zurück. Im einen Fall kann dies dazu führen, dass der Reifendruck als zu niedrig ausgewiesen wird. Im anderen Fall kann es durch inkorrekte Auslesung des TPS fälschlicherweise zu Warnmeldungen kommen. Im ersten Fall muss Chrysler 23.000 Ram des Baujahres 2014 zurück rufen, im zweiten knapp über 10.000 Jeep Wrangler des Baujahres 2014 sowie das aktuelle Modell des Dodge Grand Caravan und dessen Schwestermodell Chrysler Town & Country. Laut Chrysler werden bei den eingesetzten Systemen jetzt Software-Updates durchgeführt.

Der Rückruf in den Nordamerika kommt just zum Zeitpunkt, da in der EU zum 1. November elektronische Reifendruckkontrollen Pflicht werden. Diese überwachen automatisch und kontinuierlich den Reifendruck und warnen, sobald er abfällt. Die Luftdrucksensoren sollen nach Angaben der Bundesregierung mehr Sicherheit im Straßenverkehr bringen. Auch wird ein geringerer Spritverbrauch erhofft.

Für Autobesitzer kann das teuer werden – etwa beim Kauf der Winterräder für Neuwagen mit der Technik. Wer ein System hat, das ständig Messwerte aus allen Reifen ans Fahrzeug übermittelt, muss neben den Kosten für Felgen und Reifen noch für Anschaffung und Montage der zusätzlichen Sensoren zahlen.

Zudem müssen Neuwagen mit einem elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP) ausgestattet werden. Es bremst bei schnellen Lenkbewegungen, zum Beispiel in einem Ausweichmanöver, einzelne Räder ab. Damit soll verhindert werden, dass das Fahrzeug ausbricht.

Nach Angaben des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) ist das System der elektronischen Reifendruckkontrollen für jedes neu zugelassene Fahrzeug der Klassen M1 oder M1G – das sind Pkw und Geländewagen – vorgeschrieben. Bei älteren Fahrzeugen müsse es nicht nachgerüstet werden. Ebenso seien einige kompakte Wohnmobil-Kastenwagen entsprechend auszurüsten. Für 90 Prozent der Wohnmobile bestehe aber keine Ausrüstungspflicht.

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fv