Chrysler Dodge Ram breit

Von den Takata-Problemen betroffen sind auch die in Nordamerika verkaufsstarken RAM Pickups. Allerdings nicht das hier zu sehende Modell, sondern ein Vorgänger. Bild: Chrysler

Die Lage um möglicherweise defekte Takata-Airbags wird immer komplizierter. Problem jetzt: die US-Aufsichtsbehörde NHTSA drängt den Airbag-Hersteller zu einem landesweiten Rückruf in Nordamerika. Takata hat dem in einer Anhörung am Mittwoch (3. Dezember) widersprochen und es als ausreichend erklärt, wenn die Rückruf-Aktionen auf heiß-feuchte Klimazonen wie etwa Florida beschränkt bleiben. In diesen Regionen ist das Risiko besonders hoch, dass die Airbags platzen und sich zu Splitterbomben verwandeln.

Die Weigerung Takatas zur Ausweitung des Rückrufs führt nun auch zu unterschiedlichem Vorgehen bei den betroffenen Herstellern. So hat Mazda unabhängig von dem Gezerre zwischen NHTSA und Takata in Nordamerika einen landesweiten Rückruf bekannt gegeben. Chrysler seinerseits hat am Donnerstag (4. Dezember) zwar eine weitere Aktion für 149.000 Pickup-Trucks der Baujahre 2003 angekündigt, diesen aber auf einige Klimazonen beschränkt. Das wiederum geht der NHTSA nicht weit genug. Die US-Aufsicht hat Chrysler aufgefordert, den Rückruf auf weitere Staaten auszuweiten.

Fernab vom Streit in Nordamerika hat unterdessen Toyota in Japan 195.000 Autos zurück beordert und in China 5.000 Autos. Wie der weltgrößte Autobauer mitteilte, handle es sich dabei um eine Vorsichtsmaßnahme.

UPDATE 4. DEZEMBER, 14:27

Zu Chrysler und Toyota haben auch Ford und Honda weitere Aktionen angekündigt. Honda, von dem Takata-Rückruf am stärksten betroffene Marke, kündigte gegenüber der NHTSA einen landesweiten Rückruf in den USA an, Ford weitete den bisherigen Rückruf um 38.500 Fahrzeuge aus. Dabei handelt es sich um Ford Ranger der Baujahre 2005/06 und Ford GT.

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Frank Volk