Ford Sync 3, Connected Car

Das System von Sync 3 wurde vergangenen Dezember vorgestellt und soll in diesem Herbst in einigen Modellen von Ford zum Einsatz kommen – künftige Versionen sollen wieder mit Unterstützung von Microsoft entstehen. Bild: Ford

Zu den neuen Funktionen, die Ford später in diesem Jahr anbieten will, gehört die Fähigkeit, sein neues Infotainment-System Sync 3 drahtlos updaten zu können. Der Dienst wird auf Basis von Microsofts Cloud-basierter Plattform “Azur” laufen.

Das künftige System werde es Ford erlauben, mehr Daten darüber zu sammeln, wie Fahrer ihre Autos nutzen, so Don Butler, bei Ford an oberster Stelle zuständig für das Thema “Connected Car”. Diese Daten “werden unser Verständnis für das Nutzungsverhalten erhöhen”, so Butler, “?mit dem ausdrücklichen Einverständnis der Kunden”.

Die Fahrzeugdaten, die Ford so drahtlos sammelt, könnten Aufschluss über technische Probleme geben. Besitzer wie auch Händler könnten über nötige Inspektionen informiert werden. Ebenso könnten Versicherungen Informationen über die Fahrzeugnutzung und Fahrverhalten bekommen.

Vor zwei Jahren war Ford von Microsoft zu Blackberrys QNX gewechselt, um sich bei der Entwicklung der Software für Sync 3 unterstützen zu lassen. Frühere Versionen von Sync und MyRord Touch, die Ford zusammen mit Microsoft entwickelt hatte, waren fehlerbeladen und hatten viele Kundenbeschwerden verursacht. Ende vergangenen Jahres verkündete Ford dann, dass man sich mit Blackberry zusammentun werde. Die neue Fassung soll nun im kommenden Jahr in den ersten Ford-Modellen Einzug halten.

Während die Hersteller bislang den Großteil ihres Umsatzes mit dem Verkauf von Fahrzeugen erzielen, habe mittlerweile ein neues Geschäftsmodell, dass Services wie Car Sharing oder Pay-per-Use-Modelle umfasst, die Definition von Mobilität erweitert, sagte Butler.

“Damit werden neue Umsätze verbunden sein”, sagte Butler und fügte hinzu, dass Drittanbieter neue Wege finden würden, “sich die Daten zunutze zu machen und neue Möglichkeiten schaffen”, Fahrzeugnutzern Dienste anzubieten.

Ford ist nicht der erste Autobauer, der die Azure-Plattform nutzt. Vor vier Jahren hatten Microsoft und Toyota eine Partnerschaft für Cloud-Services auf Basis von Azure verkündet.

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ks