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Noch ist offen wie es mit dem Conti-Werk in Gifhorn weitergehen soll. – Bild: Continental

In dem Werk in der ost-niedersächsischen Kleinstadt fertigen 1.600 Menschen vor allem Elektromotoren, Bremsen- und Hydraulikbauteile. Conti sieht dort eine “kritische Auftragslage” und Effizienzprobleme. Deshalb soll die Belegschaft erheblich schrumpfen – die IG Metall spricht von fast 700 Jobs. Schäfer wollte am Dienstag in Hannover – anlässlich der Vorstellung der Halbjahres-Bilanz – wegen der noch laufenden Verhandlungen weder Zahlen nennen noch betriebsbedingte Kündigungen ausschließen. Dem Vernehmen nach versucht der Zulieferer, diese aber zu vermeiden.

Die Gespräche mit dem Betriebsrat und der Gewerkschaft sollen Ende August weitergehen. Schäfer nannte die Billigkonkurrenz aus Osteuropa als einen Grund für die Probleme. Contis Kunden mahnten vergleichbare Konditionen an. In seiner jetzigen Struktur sei das Werk international nicht konkurrenzfähig. Daher müssten Anpassungen her. Für den Elektromotoren-Bau in Gifhorn kommt erschwerend hinzu, dass der einst erwartete Ansturm auf batteriebetriebene Autos ausbleibt.

Schon beschlossen ist das Aus für die Schlauchleitungsfabrik im nahen Salzgitter mit ihren 220 Arbeitsplätzen. Das Werk verlor kürzlich einen Großauftrag aus der Autoindustrie und damit ein Drittel seines Umsatzes. Für die Abwicklung, die laut Schäfer 2016 enden soll, hat Conti laut der jüngsten Bilanz knapp 14 Millionen Euro veranschlagt.

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gp / Quelle: dpa-AFX