Continental Flagge

Trotz des schwächeren Auftakts hält Continental an seinen Jahreszielen bislang fest und rechnet mit besseren Geschäften in den kommenden Monaten. - Bild: Continental

Nach einem verhaltenen Jahresstart hatte der Dax-Rückkehrer schon bei der Bilanzvorlage im März einen Umsatzrückgang von einem bis drei Prozent im Vergleich zu den 8,3 Milliarden Euro von vor einem Jahr angekündigt. Mittlerweile räumte der Vorstand ein, dass man noch leicht unter dieser Einschätzung liegen werde. Das operative Ergebnis sieht Conti zwar unter dem Vorjahreswert von 875 Millionen Euro, aber im Rahmen der eigenen Erwartungen. Am 3. Mai will das Unternehmen seine Quartalsbilanz veröffentlichen.

Operatives Ergebnis unter Vorjahreswert

Mindestens drei Prozent Umsatzrückgang würden einen Wert von rund acht Milliarden Euro bedeuten – das erwarten auch die von der Nachrichtenagentur Bloomberg bis Dienstag befragten Analysten. Da der Konzern 2013 erneut eine bereinigte EBIT-Marge von mehr als zehn Prozent anstrebt, würde das für das erste Quartal mehr als 800 Millionen Euro beim bereinigten Gewinn vor Zinsen und Steuern bedeuten.

Denn an seinen Jahreszielen hält Conti trotz des schwächeren Auftakts bislang fest und rechnet mit besseren Geschäften in den kommenden Monaten. Vor allem im zweiten Halbjahr soll es wieder kräftig bergauf gehen – auch wenn Analysten wie Manfred Jaisfeld von der National-Bank ein dickes Fragezeichen hinter den erhofften konjunkturellen Aufschwung stellen.

Seinen Jahresumsatz will der Konzern um fünf Prozent im Vergleich zu 2012 steigern. Damit peilt Conti knapp 34,4 Milliarden Euro an und ein bereinigtes EBIT von mindestens 3,44 Milliarden Euro. Trotz der trüben Aussichten vor allem für Europas Automärkte gehen die Experten davon aus, dass die Niedersachsen ihre Prognose auch weiterhin bestätigen.

Dabei soll das lukrative Reifengeschäft den größeren Teil beitragen. Die Sparte soll 2013 um 6 Prozent wachsen, das Zuliefergeschäft mit Autoteilen um mehr als vier Prozent. Die Rubber Group mit dem Reifengeschäft macht gut 40 Prozent des Conti-Umsatzes aus, der Automotive-Bereich steuert die restlichen knapp 60 Prozent bei.

Rückläufige Autoproduktion drückt auf das Ergebnis

Allerdings dürfte der Jahresstart vor allem in dieser Sparte deutlich schlechter verlaufen als 2012. Denn auf dem wichtigen Heimatmarkt Europa, wo die Sparte die Hälfte ihres Umsatzes macht, ging die Autoproduktion im ersten Quartal deutlich zurück. Aber auch das Reifengeschäft stand zum Jahresbeginn unter Druck. Das bekam schon der französische Rivale Michelin zu spüren, dessen Umsatz im ersten Quartal um gut acht Prozent absackte.

Alle Beiträge zu den Stichworten Continental Europa

dpa/Guido Kruschke