Der Ex-Magna Europachef soll den Continental-Aufsichtsrat verstärken.

Der Ex-Magna Europachef soll den Continental-Aufsichtsrat verstärken.

Der Automobilzulieferer Continental AG will den ehemaligen Co-CEO seines Konkurrenten Magna International, Siegfried Wolf, in den Aufsichtsrat holen. Das Aufsichtsgremium habe sich einstimmig für den 53-jährigen Wolf als Nachfolger von Rolf Koerfer ausgesprochen, berichtet der MDAX-Konzern mit Sitz in Hannover am Samstag. Der für die Bestellung erforderliche Antrag beim zuständigen Amtsgericht Hannover werde Anfang kommender Woche gestellt.

Diese Neubesetzung hat auch einen strategischen Hintergrund und dürfte eine stärkere Fokussierung des niedersächsischen Zulieferers auf Russland signalisieren. Wolf  ist Vorsitzender des Verwaltungsrats der Russian Machines OJSC. Davor hatte er zur Führungsspitze des Automobilzulieferers Magna gehört. “Ich freue mich, dass wir mit Herrn Professor Wolf für den Continental-Aufsichtsrat einen gleichermaßen renommierten wie erfahrenen Kenner der internationalen Automobilbranche gewinnen konnten”, sagte der Continental-Aufsichtsratsvorsitzende Wolfgang Reitzle. Er bedankte sich gleichzeitig bei Koerfer für die geleistete Arbeit.

Koerfer hat der Mitteilung zufolge sein Mandat am 29. November mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Am 6. Oktober hatte er diesen Schritt damit begründet, einen Beitrag dazu zu leisten, “dass die Diskussion innerhalb des Aufsichtsrates sich wieder auf Sachfragen statt auf interne Personalfragen fokussieren kann”. Dem engen Schaeffler-Vertrauten wurden im Zusammenhang mit der Conti-Übernahme durch Schaeffler Interessenskonflikte vorgeworfen. Koerfer ist weiterhin Berater des fränkischen Wälzlagerherstellers Schaeffler.

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