Continental, Automobilzulieferer

Rund fünf Millionen fehlerhafte Airbags hat der Autozulieferer Continental zwischen 2006 und 2010 in die USA geliefert. Bild: Continental

Das teilte die Continental Automotive Systems Inc mit. Verbaut haben das Teil möglicherweise neben Honda und Fiat-Chrysler auch Mercedes-Benz und Volkswagen, wie der Zulieferer in Dokumenten für deine US-Behörde mitteilte.

Eine Sprecherin der Conti-Tochter in Auburn Hills, Michigan, sagte, in den USA seien weniger als 2 Millionen Fahrzeuge betroffen. Das Unternehmen arbeite mit den Autoherstellern zusammen und gebe ihnen alle relevanten Informationen. Die Autobauer müssten dann selbst ermitteln, ob ihre Fahrzeuge von einem Defekt betroffen sind.

Fiat-Chrysler kündigte bereits an, wegen der Probleme 112.000 ältere Autos in die Werkstätten zu rufen. Nicht erwünschte Feuchtigkeit könne dazu führen, dass der Airbag auslöst oder dass – was wahrscheinlicher sei – ein Warnlicht angehe. Dem italienisch-amerikanischen Unternehmen sind sieben Fälle bekannt, in denen leichtere Verletzungen mit dem Problem in Verbindung gebracht werden könnten.

Keines der betroffenen Fahrzeuge habe Ammoniumnitrat als Treibmittel der Airbags verwendet. Der japanische Airbaghersteller Takata hatte wegen Problemen mit dem Treibmittel im vergangenen Jahr einen noch viel größeren Rückruf starten müssen.

Honda kündigte an, 341.000 Fahrzeuge des Models Accord mit den Baujahren 2008 bis 2010 zurückzurufen. Hier soll das Airbag-Steuergerät ausgetauscht werden, weil Feuchtigkeit zu Korrosion und möglichen Fehlfunktionen führen könne. Honda berichtet in dem Zusammenhang von zwei verletzten Personen. Bei den anderen betroffenen Autobauern war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA hatte sich nach Berichten über die Probleme seit August 2015 mit dem Thema beschäftigt. Vom Ausmaß her ist das Problem von Continental nicht so groß wie das von Takata. Alleine in den USA werden 24 Millionen Autos mit Airbags der Japaner zurückgerufen, weil beim Aufblasen der Airbags Metallteile umherfliegen können. Fast ein Dutzend Tote sind dadurch möglicherweise zu beklagen.

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gp / Quelle:Dow Jones Newswires