Schlechte Kunde aus der Cooper Standard-Zentrale in Novi, Michigan: der Zulieferer plant eine

Schlechte Kunde aus der Cooper Standard-Zentrale in Novi, Michigan: der Zulieferer plant eine massive Restrukturierung in Europa, Werksschließungen inklusive. Bild: Cooper Standard

Schon seit längerem macht sich an den Standorten in Deutschland Unruhe ob des künftigen Kurses des US-Unternehmens breit, im Jahr 2013 immerhin Nummer 83 unter den weltweit größten Automobilzulieferern. Nun hat der Konzern in einem Statemnet die Katze aus dem Sack gelassen. Laut diesem wolle man mit den anstehenden Maßnahmen bestehende Überkapazitäten abbauen und die Kostenstrukturen deutlich verbessern. Dazu plant das auf die Fertigung von Dichtungs- und Zierleisten, sowie Kraft- und Bremsleitungen und Antivibrationssysteme spezialisierte Unternehmen Produktionsverlagerungen nach Osten. Derzeit baut Cooper Standard seine Kapazitäten in Serbien aus. Die Verlagerung geht wohl zu Lasten angestammter Werke in Westeuropa, darunter auch in Frankreich und Deutschland. In Deutschland unterhält der Zulieferer derzeit fünf Werke mit insgesamt 1.100 Mitarbeitern. Welche Werke von den anstehenden Maßnahmen und in welchem Ausmaß betroffen sind, ist noch unklar.

Laut Cooper Standard-Chef Jeffrey Edwards sei die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit in Europa ein kritischer Faktor um weiter profitabel zu wachsen. Ein zentrales Ziel von Cooper Standard ist, auf der Umsatzseite unter die weltweit 30 größten Zulieferer vorzustoßen. Die Kosten für die Restrukturierungsmaßnahmen, die Ende 2017 abgeschlossen sein sollen, beziffert Edwards auf etwa 125 Millionen Dollar. Nach Abschluss der Maßnahmen erwartet das Unternehmen Einsparungen in Größenordnung von 50 bis 55 Millionen US-Dollar. Cooper Standard macht etwa 35 Prozent seines weltweiten Umsatzes in Europa, was im Jahr 2013 knapp über einer Milliarde US-Dollar entsprach. Der in Deutschland erwirtschaftete Umsatzanteil lag 2013 bei rund 243 Millionen US-Dollar.

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Frank Volk