Autobranche Volkswagen

Die Autobranche litt bisher besonders unter der Coronakrise. Bild: Volkswagen

| von Roswitha Maier

Dies geht aus einer Analyse der Beratungsgesellschaft EY hervor. Besonders die konjunkturabhängige Autobranche litt unter der Corona-Krise: BMW, Daimler, VW und Continental verzeichneten insgesamt einen Umsatzeinbruch von 32 Prozent. Gesamtwirtschaftlich konnten zwölf Konzerne der Analyse zufolge hingegen ihre Erlöse trotz der Pandemie steigern: Neben Eon und Deutsche Telekom waren das die Deutsche Börse, Munich Re und Vonovia.

"Die Pandemie hat gerade Industrieunternehmen massiv getroffen", sagte Mathieu Meyer, Mitglied der EY-Geschäftsführung. Werkschließungen und der Lockdown in vielen Ländern hätten zu enormen Einbußen geführt.

Noch stärker als die Umsätze fiel der operative Gewinn (Ebit) der Dax-Konzerne: Er sank in Summe um 97 Prozent oder 23,5 Milliarden auf 750 Millionen Euro. Einen noch geringeren Betriebsgewinn als von April bis Juni hatten die Dax-Konzerne zuletzt im dritten Quartal 2002 ausgewiesen. Selbst in und nach der weltweiten Finanzkrise ab 2007 erzielten die Konzerne in Summe immer zweistellige Milliardengewinne.

Meyer erwartet indes eine Erholung im Herbst: "Die Stimmung in der Wirtschaft hat sich zuletzt spürbar verbessert, die Auftragseingänge machen Mut, der befürchtete Einbruch auf dem Arbeitsmarkt ist bislang ausgeblieben." Auch hätten die Dax-Konzerne sich für die Krise gerüstet und ihre Liquidität auf 136 Milliarden Euro aufgestockt.

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