Prozente

Branchenexperte Stefan Bratzel schlägt Kaufzuschüsse von 10.000 Euro für Elektroautos und 6.000 Euro für Hybridautos vor. Bild: Pixabay/Andreas Lischka

| von Roswitha Maier

"Rabatte werden notwendig sein", sagte der Gründer und Direktor des Center of Automotive Management (CAM). Darüber hinaus stünden staatliche Kaufprämien in Aussicht.

Für die Autobranche sei jetzt die Nachfrage die kritischste Seite. Die Verkaufszahlen in Deutschland dürften von Januar bis Ende April ein Drittel unter dem Vorjahr liegen. Auch wenn die Autohäuser jetzt wieder öffneten, kämen wegen Kurzarbeit, steigender Arbeitslosigkeit und Rezession weniger Kunden zu ihnen. Aber ihre Lager seien voll, jedes Auto koste pro Standtag 28 Euro, "die Insolvenzrate steigt", sagte Bratzel. Und zugleich wachse der Druck der Autohersteller mit dem Neustart der Produktion.

Allerdings werde auch das Hochfahren der Fertigung samt der internationalen Lieferketten nicht einfach: "Die Zahl der Zulieferer kurz vor der Insolvenz steigt deutlich." Außerdem seien die Taktzeiten in den Werken wegen Corona-Vorsichtsmaßnahmen langsamer, die Produktion sei geringer und teurer. Bratzel rechnet mit einem Rückgang der Autoproduktion im laufenden Jahr weltweit um 17 Prozent, in Europa sogar um 21 Prozent.

Dabei seien Kaufprämien bereits vorausgesetzt, sonst dürfte der Einbruch noch tiefer werden. Der Wirtschaftsforscher schlug 10.000 Euro Zuschuss für neue Elektroautos und 6.000 Euro für Hybridautos vor. Die Kosten sollten sich die Steuerzahler und die Autohersteller teilen. Darüber hinaus könnten flexible Auto-Abos mit kurzen Kündigungsfristen eine Alternative für Kunden sein, die jetzt zögerten.

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