Zwei Fahrzeuge des südkoreanischen Herstellers Kia

Südkoreanische Hersteller wie Hyundai und Kia müssen derzeit Produktionsausfälle aufgrund des Coronavirus in China hinnehmen. Bild: Kia

| von Stefan Grundhoff

Der Grund der Ausfälle liegt darin, dass die Komponentenversorgung der dortigen Autobauer nennenswert gestört ist, da viele Teile aus China zugeliefert werden. Einige dieser Autohersteller haben bereits ihre Fließbänder stillgelegt oder erwägen, dies in den kommenden Tagen zu tun. Nach Angaben von Hyundai werden die Montagelinien in den inländischen Werken bis zum 7. Februar schrittweise eingestellt, da die aus China zugelieferte Komponenten knapp werden. Kia hat bereits begonnen, die Produktion in den inländischen Werken zu reduzieren.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur Yonhap wird die Produktion von Hyundai Modellen in den Werken bei einer Unterbrechung von fünf Tagen um mindestens 30.000 Fahrzeuge sinken, was einen Verlust von mindestens 505,3 Millionen US Dollar bedeutet. Um die Auswirkungen des Teilemangels so gering wie möglich zu halten, führen die Autohersteller Gespräche mit lokalen Teilefirmen, die Produktionsstätten im In- und Ausland haben, um die erforderlichen Teile zu liefern. Auch GM Korea, Renault Samsung und SsangYong sind von der Teileknappheit betroffen. Am 4. Februar stellte SsangYong den Betrieb seines einzigen Werks in Pyeongtaek ein und will die Aussetzung bis zum 12. Februar beibehalten. Nach Aussage von GM Korea will man die Situation genau beobachtet, um die Auswirkungen auf die Produktion zu minimieren. Renault Samsung erwägt, sein einziges Werk in Busan in der kommenden Woche für einige Tage ruhen zu lassen.