Dieter Zetsche

Daimler-Chef Dieter Zetsche mußte sich vielen kritischen Fragen stellen. Am Ende wurden er und der gesamte Daimler-Vorstand mit großer Mehrheit entlastet. - Bild: Daimler

BMW und Audi waren 2012 bei Absatz, Umsatz, Gewinn und Rendite besser als Mercedes. Ein sinkendes operatives Ergebnis trotz gestiegener Verkaufszahlen, eine magere Rendite, Stühlerücken im Vorstand und ein Eklat bei der Vertragsverlängerung von Zetsche, der nur für drei statt für fünf weitere Jahre das Vertrauen seines Aufsichtsrates genießt ? es ist eine lange Mängelliste, die die Anteilseigner vortragen. Der Konzernchef hatte sich vielen kritischen Fragen stellen müssen.

Der Vorstand wurde mit 98,62 Prozent der Aktionärsstimmen entlastet. Aktionärsvertreter hatten unter anderem den schwachen Absatz der Pkw-Sparte in China sowie das schlechte Abschneiden Daimlers im Vergleich zur Konkurrenz kritisiert und dafür Zetsche verantwortlich gemacht.

Ebenso entlasteten die Aktionäre mit 98,60 Prozent der Stimmen die Mitglieder des Aufsichtsrats. Zudem wurden die Mandate der Aufsichtsratsmitglieder Sari Baldauf und Jürgen Hambrecht für weitere fünf Jahre verlängert.

Ex-Avon-Chefin Jung zieht in Aufsichtsrat ein

Auch Andrea Jung wurde als neues Mitglied in den Aufsichtsrat gewählt. Zuvor hatten Großinvestoren auf der Hauptversammlung öffentlich an der Kompetenz der ehemaligen Chefin des Kosmetikkonzerns Avon gezweifelt.

Die Aktionäre stimmten der Dividende für das Jahr 2012 von 2,20 Euro mit 99,8 Prozent der Stimmen zu. Bereits 2011 schüttete der Stuttgarter Autobauer 2,20 Euro pro Anteilsschein aus.

Insgesamt nahmen an der Aktionärsversammlung in der Berliner Messe rund 5.000 Anteilseigner teil. Damit waren 28,63 Prozent des Grundkapitals vertreten. Die Dividende wird am 11. April 2013 ausgeschüttet.

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Dow Jones Newswires/kru