Daimler Klimaanlage breit

Frankreich erkennt eine vom Kraftfahrtbundesamt erteilte erweitere Typgenehmigung für Wagen der A-, B- und SL-Klasse nicht an. - Bild: Daimler

“Aus unserer Sicht hat sich damit die Sachlage nicht geändert”, sagte ein Daimler-Sprecher am Donnerstag in Stuttgart. Zudem sei das Statement nicht eindeutig zu interpretieren.

Experten der EU-Mitgliedsstaaten haben ein Verbot der betroffenen Fahrzeuge nahegelegt. Die Experten hätten es bei einem Treffen für richtig befunden, dass “Korrekturmaßnahmen ergriffen werden sollten”, um die Fahrzeuge der Daimler-Tochter mit den geltenden EU-Bestimmungen in Einklang zu bringen, teilte die EU-Kommission mit. Dies könne auch einen Rückruf der betroffenen Modelle beinhalten.

Antonio Tajani

Die französischen Behörden erkennen eine vom Kraftfahrtbundesamt (KBA) erteilte erweitere Typgenehmigung für Wagen der A-, B- und SL-Klasse nicht an. Daimler verwendet für diese Modelle aus Sicherheitsgründen ein inzwischen für viele Neuwagen verbotenes Kältemittel. Aus Sicht des Autobauers ist die vom KBA erteilte Genehmigung jedoch europaweit gültig. Das KBA äußerte sich am Donnerstag noch nicht zu möglichen Folgen für die Typgenehmigung.

Frankreich erhält Rückendeckung von der EU

EU-Industriekommissar Antonio Tajani hatte Frankreich bei dem Vorgehen am Dienstag Rückendeckung gegeben. Ihm zufolge dürfen die Autos nach vorläufigen Untersuchungen der Kommission in der EU “weder vermarktet noch zugelassen werden”.

Brüssel steht bisher auf dem Standpunkt, dass Deutschland das Gesetz anwenden müsse, da die Brandgefahr nicht erwiesen ist. Tajani hat Deutschland schon vor Wochen mit einem Vertragsverletzungsverfahren gedroht. Am Mittwoch erklärte die EU-Kommission, sie setze sich dafür ein, in Gesprächen mit den Mitgliedsstaaten eine “angemessene Lösung” zu finden.

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dpa/Guido Kruschk