Dr. Zetsche Daimler

Dr. Dieter Zetsche: Daimler bekräftigt nach starkem Auftaktquartal Jahresziele. - Bild: Daimler

Mit dem Rückenwind des starken Auftaktquartals gab sich der Vorstandsvorsitzende Dieter Zetsche am Mittwoch bei der Hauptversammlung zuversichtlich, die anvisierten Ziele zu erreichen. “Wir hatten angekündigt, mit hohem Drehmoment aus der Krise zu kommen”, sagte Zetsche. “Die tatsächliche Entwicklung war dann sogar noch positiver als erwartet.”

 

Im Auftaktquartal hatte Daimlers Pkw-Tochter Mercedes-Benz Cars 12 Prozent zugelegt. In diesem Jahr wollen die Schwaben mit mehr als 1,3 Millionen Mercedes-Benz und Smart so viele Autos verkaufen wie nie zuvor.

Mit 90.000 Lastwagen hat der weltgrößte Nutzfahrzeughersteller nach eigenen Angaben bis Ende März zudem 27 Prozent mehr Lastwagen an die Kunden gebracht als im Vorjahreszeitraum. 65 Prozent mehr Bestellungen im ersten Quartal dürften sich in den kommenden Monaten im Umsatz niederschlagen. Während Daimler von seinen Transportern 16 Prozent mehr verkaufte, büßten die Busse im ersten Quartal 8 Prozent ein. Das Geschäft dürfte aber im zweiten Halbjahr anziehen, erklärte der Konzern.

Die Rekordverkäufe sollen den Umsatz in diesem Jahr über das Niveau des Vorjahres heben, bekräftigte Zetsche. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) soll die 7,2 Milliarden Euro des Vorjahres deutlich übertreffen. Und auch wenn Finanzvorstand Bodo Uebber in diesem Jahr aufgrund der Investitionen in neue Modelle und Werke eine Delle ausschließen wollte, soll die Rendite des Pkw-Geschäfts mit den Marken Mercedes-Benz, smart, Maybach und AMG bis 2013 von zuletzt 8,7 Prozent auf 10 Prozent steigen.

Um dem wachsenden Wunsch der Kunden nach umweltschonenderen, verbrauchsärmeren Autos nachzukommen, will Daimler ab diesem Jahr mit kleineren Modellen angreifen, sagte Zetsche. In den kommenden neun Jahren dürfte die Nachfrage weltweit von derzeit 19 Millionen Autos auf dann 34 Millionen Kleinwagen zulegen, schätzt Daimler.

Sowohl das sportliche Kleinwagen-Konzept, das die Stuttgarter auf der Automesse in Shanghai vorstellen wollen als auch die neue B-Klasse, die auf der IAA in Frankfurt im Herbst ihr Debüt geben soll sowie zwei weitere Kompakte sollen eine “Kampfansage an den Wettbewerb” sein, sagte Zetsche. Bislang tat sich der Luxuswagenbauer schwer, mit Kleinwagen wie dem Stadtflitzer Smart Geld zu verdienen und arbeitet daher inzwischen mit Renault-Nissan zusammen.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke