Der Einstieg von Daimler bei Aston Martin ist Teil einer größer angelegten Kooperation. Die Briten erhalten künftig von Daimlers Sportwagen-Tochter Mercedes-AMG Motoren und werden gemeinsam mit dem neuen Miteigentümer Achtzylinder-Aggregate entwickeln.

Zudem bezieht Aston Martin Elektrik- und Elektronik-Komponenten aus Stuttgart. Im Gegenzug geht ein Anteil an Daimler, für den kein Geld fließt.

Bereits im Sommer hatten Daimler und die Briten eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet und den Vollzug für die zweite Jahreshälfte in Aussicht gestellt. Spekulationen über eine entsprechende Allianz waren seit längerem kursiert.

Aston Martin kämpft weiter mit Absatzproblemen

Aston Martin ist ein vergleichsweise kleiner Hersteller und hat mit einigen Sorgen zu kämpfen. Im Jahr 2012 wurden gerade einmal 3.800 Autos gebaut, die Verkäufe schrumpften um mehr als 13 Prozent. Vor Steuern fiel ein Verlust von knapp 25 Millionen Pfund an.

Der Hersteller des James-Bond-Dienstwagens steht im Jahr seines 100-jährigen Bestehens im Vergleich zu anderen Konkurrenten schlecht dar. Denn andere Oberklasse- und Sportwagenbauer wie Porsche und Bentley gehören größeren Konzernen und können deshalb von Synergien in Entwicklung und Einkauf profitieren. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wie den heutigen ist das enorm wichtig, um die fehlende Größe zu kompensieren.

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Dow Jones Newswires/Guido Kruschke