Ghosn Zetsche breit

Deutsch-französische Freundschaft. Renault-Nissans Zusammenarbeit mit Mitsubishi wird keine Auswirkungen auf die Kooperation von Daimler mit Renault-Nissan haben. - Bild: Daimler

“Die Kooperation von Renault-Nissan und Mitsubishi hat keine Auswirkungen auf die Kooperation von Daimler mit Renault-Nissan. Überschneidungen zu unseren gemeinsamen Projekten mit Renault-Nissan bestehen nicht”, sagte ein Daimler-Sprecher auf Anfrage des “Wall Street Journal Deutschland”.

Zuvor hatten Renault, Nissan und Mitsubishi Motors mitgeteilt, ihre Partnerschaft vertiefen zu wollen. Die drei Unternehmen untersuchen mehrere Projekte, bei denen es um gemeinsame Produkte, Technologien und Produktionskapazitäten geht. Die beiden japanischen Hersteller Nissan und Mitsubishi Motors kooperieren bereits seit Juni 2011 über das Joint Venture NMKV. Nun soll der französische Autobauer Renault integriert werden.

Nissan und Mitsubishi wollen Renault integrieren

So soll im Joint Venture NMKV ein neues Modell im Kleinwagensegment entwickelt werden, das es auch als Stromer geben und das weltweit verkauft werden soll. Im Bereich der Elektromobilität wollen die drei Unternehmen enger zusammenarbeiten. Zudem sollen zwei Limousinen von Renault als Basis für zwei Mitsubishi-Modelle dienen, hieß es weiter.

Der Stuttgarter Autobauer Daimler und Renault-Nissan kooperieren bereits seit April 2010 miteinander und halten eine Überkreuzbeteilung von rund drei Prozent am Eigenkapital. Die Partnerschaft ist nach und nach auf mittlerweile zehn gemeinsame Projekte ausgeweitet worden.

Zuletzt hatten Renault-Chef Carlos Ghosn und Daimler-Chef Dieter Zetsche unter anderem gesagt, man untersuche die Möglichkeit einer gemeinsamen Produktion von kleineren Mercedes-Benz-Modellen und Fahrzeugen von Nissans Premiummarke Infiniti in Mexiko. Dazu sei aber noch keine Entscheidung getroffen.

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Dow Jones Newswires/Guido Kruschke