Dieter Zetsche

Dieter Zetsche: "Der globale Markt wird durchschnittlich um drei bis vier Prozent gegenüber 2012 wachsen." - Bild: Daimler

Das sagte der Konzernlenker kurz vor dem Start der US-Automesse am Montag in Detroit. Weltweit traut er seiner Branche im laufenden Jahr nur ein moderates Plus zu: “Der globale Markt wird durchschnittlich um drei bis vier Prozent gegenüber 2012 wachsen”, meinte Zetsche am Vorabend des ersten Pressetages der Messe. 2014 werde dann “besser als das”.

Zetsche rechnet insgesamt mit moderatem Wachstum

Mit Blick auf Daimlers Kernmarke Mercedes und den bedeutenden US-Markt sei er zuversichtlich, 2013 erneut kräftig zuzulegen – vergangenes Jahr hatte die Marke mit dem Stern rund 12 Prozent Zuwachs in den Staaten eingefahren, die mit gut 274.000 Pkw wichtigster Einzelmarkt für Mercedes wurden – vor Deutschland.

Die Lage in den USA mit zügigem Wachstum sei “nachhaltig”, auch angesichts der demografischen Entwicklung in den Staaten. “Wir glauben, wir haben die Chance, auch dieses Jahr wieder stärker als der Markt zu wachsen”, sagte Zetsche. In seiner Rechnung werden zur Kernmarke Mercedes in den USA auch der Kleinlaster Sprinter und der Kleinstwagen Smart hinzugerechnet – das machte auf dieser Basis für Daimler 15,4 Prozent Plus – der gesamte US-Markt kam auf 13 Prozent Zuwachs, womit Daimler auf dieser Basis überdurchschnittlich wuchs.

USA und China für Daimler entscheidend

Neben den USA entscheide China über Wohl und Wehe des Stuttgarter Premiumherstellers. “Das sind die zwei Märkte, auf die wir uns fokussieren müssen”, sagte Zetsche. Nach Problemen mit dem Vertrieb in dem asiatischen Riesenreich hatten die Schwaben kürzlich Reformen angeschoben und erstmals einen eigenen China-Vorstand installiert. Der bisherige Lastwagenmanager Hubertus Troska übernahm diesen Job.

Berichte, wonach sich der Dax-Konzern an seinem an die Börse strebenden chinesischen Partner BAIC beteiligen könnte, kommentierte Zetsche nur mit dem Satz: “Es gibt die ganze Zeit irgendwelche Gerüchte in der Industrie, und das macht das ja so interessant.”

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dpa/Guido Kruschke