B-Klasse

Derzeit wird die neue B-Klasse auf Mallorca präsentiert. Dieter Zetsche deutete dort an, dass die Kompaktfamilie des Herstellers weiter ausgebaut werden soll. – Bild: Daimler

Derzeit haben die Schwaben in der Baureihe der Kompakten neben der B-Klasse noch die A-Klasse als kleinsten Mercedes-Benz sowie den Geländewagen GLA und das Coupé CLA im Portfolio. Hinzu kommt das Kombi-Modell CLA Shooting Brake. Das Modell soll im Frühjar 2015 beim Händler stehen. Ursprünglich hatte Daimler fünf Kompaktmodelle in Aussicht gestellt. Nun sei es “wahrscheinlich, dass wir da noch weitergehen werden”, sagte Zetsche.

Die Nachfrage nach den vorhandenen Modellen sei hoch. “Im Moment sind wir ausgelastet”, sagte Zetsche mit Blick auf die Werke, in denen entsprechende Modelle gebaut werden. “Wir sind in China dabei, zusätzliche Kapazität aufzubauen.” Die Schwaben hatten bereits angekündigt, dort neben dem GLA, der ab 2015 in dem Land produziert wird, weitere Kompaktwagen lokal fertigen lassen zu wollen. Um welche Modelle es sich handelt, ließ Zetsche aber weiter offen. Daimler rechnet in diesem Jahr nicht zuletzt wegen seiner Kompakten mit einem Absatzrekord.

Die überarbeitete B-Klasse kommt neben Benziner- und Dieselvarianten auch mit Elektro- und Erdgasantrieb auf den Markt. Ende des Jahres sollen sämtliche Modelle zu den Händlern rollen.

Zetsche zufolge ist es allerdings noch ein langer Weg, bis sich mit elektrisch angetriebenen Fahrzeugen Geld verdienen lässt. “Heute kann man sicher mit Fug und Recht sagen, dass keiner ein wirtschaftlich in sich tragfähiges batterie-elektrisches Fahrzeug produziert.” Die elektrische B-Klasse liegt ihm zufolge preislich in der Größenordnung des Elektro-Autos i3 vom Erzrivalen BMW. Das Modell der Münchner kostet in der Einstiegsvariante etwa 35 000 Euro.

Eine Elektroversion für Limousinen wird es bei Daimler vorerst nicht geben. Dazu sei deutlich mehr Batteriekapazität nötig, erklärte Zetsche. Das sei mit der jetzigen Bauart größerer Limousinen nicht möglich.

Die Bundesregierung hat zum Ziel, dass bis 2020 eine Million Elektroautos auf Deutschlands Straßen fahren. Der Daimler-Chef hält das mit den heutigen Rahmenbedingungen nicht für machbar. “Dann müsste man mehr Vergünstigungen ausloben”, erklärte er. “Wenn man das nicht tut, dann wird man nicht auf eine Million kommen.” Er betonte jedoch: “Ich glaube nicht, dass daran die Welt zugrunde geht.”

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dpa/fv