Dieter Zetsche

Dieter Zetsche: "Wir haben derzeit eher ein Kapazitätsproblem als zu hohe Kapazitäten." - Bild: Daimler

“Wir wachsen weiter, obwohl der Markt schrumpft”, sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche mit Blick auf Europa am Rande des Genfer Automobilsalons. “Wir haben derzeit eher ein Kapazitätsproblem als zu hohe Kapazitäten”, fügte der Manager hinzu und verwies auf das Werk in Rastatt, für das im laufenden Jahr 21 Sonderschichten vereinbart worden seien. Dort wird die A- und B-Klasse gefertigt.

Auf der ersten europäischen Branchenmesse des Jahres stellte Mercedes-Benz unter anderem den CLA, das Coupé der A-Klasse, sowie die neu gestaltete E-Klasse vor. Zudem würde mit der neuen S-Klasse noch in diesem Jahr die nächste Generation des Mercedes-Flagschiffs kommen, so Zetsche.

Wettbewerb und Preisdruck nehmen zu

Allerdings sei auch Daimler nicht immun gegen die Marktentwicklungen in Europa. Wettbewerb und Preisdruck seien schwieriger geworden. Derzeit sehe man sich nicht in dem Zustand, den man vor drei Monaten erwartet habe. Der Januar und Februar sei wie erwartet langsam angelaufen. Für das zweite Halbjahr erwartet Zetsche jedoch eine Besserung des Marktes.

Zu seiner eigenen Person wollte sich Zetsche nicht weiter äußern. Sein Vertrag als Vorstandsvorsitzender und Leiter der Auto-Sparte Mercedes-Benz war kürzlich vorzeitig verlängert worden. Allerdings nur um drei statt wie erwartet um fünf weitere Jahre. Mit vier Jahren vor sich sei es nicht die Zeit, über Erfolge zu diskutieren, sagte er. Sein derzeitiger Vertrag wäre Ende diesen Jahres ausgelaufen.

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Dow Jones Newswires/Guido Kruschke