Die neue E-Klasse hat einiges zum positiven Ergebnis des Daimler-Konzerns beigetragen. (Bild:

Die neue E-Klasse hat einiges zum positiven Ergebnis des Daimler-Konzerns beigetragen. (Bild: Mercedes)

Rosige Zeiten für Daimler und Mercedes-Benz: Die Verkäufe haben im vergangenen Jahr derart angezogen, dass die eigenen Erwartungen übertroffen werden dürften. Damit der Aufschwung nicht nur von kurzer Dauer ist, wird auch die Produktion grundlegend verändert.

Starke Verkaufszahlen der Luxusmarke Mercedes-Benz und eine überraschend schnelle Erholung der Lkw-Märkte dürften Daimler im vergangenen Jahr einen kräftigen Gewinnsprung beschert haben. Die von Dow Jones Newswires befragten Analysten rechnen nach dem Milliardenverlust im Vorjahr unter dem Strich mit einem Gewinn von 4,9 Milliarden Euro. Der Stuttgarter DAX-Konzern will seine Ergebnisse am kommenden Mittwoch vorlegen.

Daimler hatte nach guten Neunmonatsergebnissen die Messlatte für das vergangene Jahr zum dritten Mal höher gehängt und wollte vor Zinsen und Steuern mehr als sieben Milliarden Euro verdienen (EBIT). Die Analysten gehen davon aus, dass die Schwaben ihre selbstgesteckten Ziele für 2010 übertroffen haben.

Starke Nachfrage aus China und den USA

Den größten Teil zum Gesamtergebnis sollte mit rund 4,5 Milliarden Euro die Pkw-Sparte Mercedes-Benz Cars beisteuern, wenngleich die Schwaben zuletzt höhere Ausgaben vor dem Start neuer Modelle für Marketing und Produktion stemmen mussten. Daimler hat im vergangenen Jahr dank starker Nachfrage aus China und den USA 1,27 Millionen Mercedes-Benz, smart, Maybach und AMG und damit zwölf Prozent mehr Autos verkauft als im schwachen Vorjahreszeitraum.

Da sich das renditestarke Lastwagen-Geschäft dank der Lkw-Nachfrage in Indonesien, USA, Brasilien und Europa besser entwickelte als gedacht, dürfte die selbstgesteckte Marke von mehr als 1,1 Milliarden Euro operativen Gewinns übertroffen worden sein. Auch in der Transportersparte, bei den Bussen und im Geschäft mit Finanzdienstleistungen werde Daimler nicht enttäuschen, sind sich die Analysten einig.

Damit der wirtschaftliche Aufschwung auf gesunden Füßen steht, will Daimler der Kernmarke Mercedes-Benz ein Baukastensystem einführen. Das soll für erhebliche Einsparungen sorgen.

Wenn die Modulstrategie mit dem Namen “Mercedes Frontantriebsarchitektur” voll umgesetzt sei, ergeben sich nach Darstellung von Entwicklungsvorstand Thomas Weber Einsparungen von mehr als 1,5 Milliarden Euro pro Jahr.Weil die Komplexität in der Fertigung sinke, werde zudem die Qualität steigen, sagte Weber der “Stuttgarter Zeitung“. Auch könnten Innovationen schneller in die Serie Eingang finden.

Dow Jones Newswires