Daimler Mercedes-Stern

Daimler wird künftig einzelne Betriebe seines konzerneigenen Vertriebs verkaufen können. Bild: Daimler

Ab 1.1.2015 will Daimler bestehende Niederlassungen zu Vertriebsverbünden zusammenfassen. Gleichzeitig werden das Pkw- und das Nutzfahrzeuggeschäft getrennt aufgestellt. Außerdem investiert Daimler in den nächsten Jahren 500 Millionen Euro in seine Standorte. Darüber hinaus wird das Unternehmen nun einzelne Betriebe an externe Erwerber verkaufen können.

Auf Initiative der Arbeitnehmervertretung wurde eine neue “Zukunftssicherung 2023″ vereinbart, die betriebsbedingte Kündigungen bis zum Jahr 2023 ausschließt. Die Standortsicherung für die Niederlassungsverbünde gilt ebenfalls bis dahin.

“In die Niederlassungsorganisation wird nun massiv investiert, die Netzstruktur wird weiterentwickelt ? wir erwarten, dass die Niederlassungsorganisation mit diesem Maßnahmenpaket für einen sehr langen Zeitraum stabil bleibt”, sagte Daimlers Gesamtbetriebsratsvorsitzender Michael Brecht. “Den Verkauf von Betrieben konnten wir jetzt nicht verhindern. Wir haben aber dafür gesorgt, dass eventuelle Nachteile, die den Beschäftigten aus einem Verkauf entstehen, umfassend ausgeglichen werden.”

“Dies ist ein klares Bekenntnis zum konzerneigenen Vertrieb, der nachhaltig gestärkt und wettbewerbsfähig gemacht wird. Die Kunden werden davon profitieren”, sagte Daimlers Vertriebsvorstand Ola Källenius.

Der Mercedes-Benz-Vertrieb Deutschland (MBVD) steuert von seiner Zentrale in Berlin den Vertrieb und Service der Marken Mercedes-Benz, Smart und Fuso in Deutschland. Der Vertriebs- und Servicenetz umfasst rund 1130 Mercedes-Benz-, 360 Smart- und 160 Fuso-Standorte.