Dr. Zetsche

Dieter Zetsche: Eine Milliarde Dollar für die Entwicklung des Maybach seien kein gutes Investment für ein Auto mit geringem Absatzvolumen gewesen. - Bild: Daimler

Wie die Fachzeitschrift “Automotive News Europe” meldete, will Daimler noch im Juni über die Zukunft von Maybach entscheiden. Demnach stehen mit der Schließung oder einer Kooperation mit Aston Martin zwei Optionen zur Wahl.

Daimler-Chef Dieter Zetsche sprach auf Nachfrage der Zeitschrift von einer “höheren Wahrscheinlichkeit für eine positive Entscheidung” für eine zweite Generation des Maybach, wenn ein Partner eingebunden werde.

Eine Daimler-Sprecherin wollte den Bericht am Pfingstmontag auf Anfrage nicht näher kommentieren. Es sei noch keine Entscheidung gefallen.

In der Vergangenheit hat es immer wieder Spekulationen über ein mögliches Ende für den Maybach gegeben. Zetsche bestätigte dem Blatt zufolge jetzt aber Gespräche mit Aston Martin. Über eine Zusammenarbeit der beiden Autobauer bei Maybach war bereits früher spekuliert worden.

Zetsche sagte, eine Milliarde Dollar für die Entwicklung des Maybach wären “kein gutes Investment für ein Auto mit geringem Absatzvolumen” gewesen. Nach Branchenuntersuchungen verkaufte Maybach im vergangenen Jahr lediglich 157 Autos. Ursprüngliche Prognosen waren von 1500 verkauften Wagen ausgegangen. Die Gespräche mit Aston Martin drehten sich dem Fachblatt zufolge vor allem um die Entwicklung und Produktion einer zweiten Generation des Maybach durch die britische Luxusmarke.

dpa-AFX/Guido Kruschke