Concept EQ

2019 sollen die ersten Elektrofahrzeuge kommen: Daimler gibt bei der Entwicklung seiner Marke EQ Gas. Bild: Daimler

„Hinter uns liegt ein sehr erfolgreiches Jahr. Aus dieser Position der Stärke heraus entwickeln wir Daimler weiter“, so die Kernbotschaft von Konzernchef Dieter Zetsche zur Hauptversammlung. In der Tat war das 2016 das erfolgreichste Jahr in Daimlers Firmengeschichte. Im Zentrum der Unternehmensstrategie steht nun das emissionsfreie Fahren. Und mit den in 2016 gewonnen Rücklagen kann Daimler diesbezüglich seinen ersten Grundstein legen und die Entwicklung seiner Marke EQ weiter vorantreiben.

"Auf dem Weg zum emissionsfreien Fahren werden alle verfügbaren Mittel zur CO2-Reduktion genutzt", meldet Daimler in einer Konzernmitteilung. Soll heißen: In den nächsten Jahren wird das Unternehmen 10 Milliarden Euro in den Ausbau seiner Elektroflotte investieren. Die ersten Fahrzeuge sollen schon 2019 kommen. Zehn weitere Elektromodelle folgen dann 2022. Bis 2025 plant Daimler dann einen E-Auto-Anteil von 15 bis 20 Prozent.

"Wir müssen die Kosten (...) in den nächsten Jahren erheblich senken", zitiert die dpa Daimlers Entwicklungsvorstand Ola Källenius im Vorfeld der Hauptversammlung. Denn um die E-Autos für die Verbraucher attraktiver zu machen, will Daimler sowohl an den hohen Preisen als auch an der bislang mangelnden Reichweite arbeiten, um den Stromern zum ersehnten Durchbruch zu verhelfen.

Verbrennungsmotoren sollen in der Übergangszeit ein wesentlicher Teil der Lösung bleiben. Dabei sei die wichtige Brückentechnologie der Plug-in-Hybride gefragt, von denen Mercedes-Benz bereits acht Modelle auf dem Markt hat und demnächst auch die S-Klasse als Plug-in-Hybrid in die Läden bringt. Auch der Diesel bleibt Teil der Strategie: "Wir werden den Weg beim Diesel konsequent fortsetzen und damit den Wandel finanzieren, der uns letztendlich zur Elektromobilität bringen wird", antwortet Zetsche auf Nachfrage von dpa.

Im Vorfeld der Hauptversammlung war bekannt geworden, dass die Stuttgarter Staatsanwaltschaft gegen Daimler-Mitarbeiter wegen des Verdachts auf Abgas-Manipulationen bei Dieselautos ermittelt.