Wo ist die Schwachstelle?: Mit hauseigenen Cyber-Experten lässt Daimler gezielt die eigenen Systeme

Wo ist die Schwachstelle?: Mit hauseigenen Cyber-Experten lässt Daimler gezielt die eigenen Systeme hacken, um Schwachstellen auszuleuchten. - Bild: Daimler

Der Autohersteller Daimler beschäftigt einem Bericht zufolge als einer der ersten deutschen Konzerne eine interne Hacker-Truppe, die Sicherheitslücken im internen Firmennetz aufspüren soll.

Wie die Wirtschaftswoche berichtet, arbeitet die fest angestellte Spezialeinheit an einem geheimen Ort und attackiert von dort aus permanent das Netz des Autobauers. “Die Widerstandsfähigkeit der IT-Systeme muss so hoch geschraubt sein, dass es für den Angreifer zu aufwendig wird”, zitiert die Zeitschrift Daimler-Sicherheitschefin Sabine Wiedemann.

Mit dem Engagement von Hackern zum Aufspüren von Sicherheitslücken steht der Stuttgarter Autobauer aber nicht alleine da, er gehört bislang zu den wenigen Unternehmen, die öffentlich einräumen, bHacker zu beschäftigen. Ein Branchenexperte sagte der AUTOMOBIL PRODUKTION, dass es bei größeren Unternehmen wie auch bei online-Shops üblich ist, über den Einsatz von Hackern, Schwächen im Sicherheitsnetz aufzudecken. Für Autohersteller ist zudem im Zusammenhang mit der fortschreitenden Konnektivität in den Fahrzeugen der Schutz der elektronischen Systeme ein zentrales Thema.

Online-Kriminelle sind eine wesentliche Bedrohung für Unternehmen. Jüngstes Beispiel ist die EZB: Hacker nutzten eine Lücke auf einer Internetseite, um sich Zugang zu einer Datenbank mit 20 000 E-Mail-Adressen sowie Telefonnummern oder Post-Anschriften zu verschaffen. Die EZB hatte am Donnerstag versichert, interne Systeme oder sensible Marktdaten seien nicht betroffen gewesen.

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dpa/Frank Volk