Eigentlich läuft es bei Daimler wieder rund. Doch nun droht erneut Ungemach. Wie die “Financial Times Deutschland” berichtet, hat Daimler Großaktionär Aabar Investments im zweiten Quartal große Verluste geschrieben und will sich von der Börse zurückziehen.

Bei Daimler geht es wieder richtig voran. Die E-Klasse verkauft sich wie geschnitten Brot und auch die Kooperation mit Renault-Nissan ist auf einem guten Weg. Doch jetzt treibt ausgerechnet Großaktionär Aaver Investment Dieter Zetsche die Sorgenfalten auf die Stirn.

Laut der “Financial Times Deutschland”, hat der staatlich kontrollierte Fonds aus Abu Dhabi hält fast zehn Prozent am deutschen Autobauer. Das Emirat will mit Daimler große Geschäfte machen. Das eigene läuft derzeit nicht so gut – vor allem der Derivatehandel.

Daimler -Großaktionär Aabar Investments hat im zweiten Quartal hohe Verluste geschrieben. Vor allem wegen einem starken Anstiegs der Belastungen aus Derivategeschäften verbuchte der staatlich kontrollierte Fonds aus dem Emirat Abu Dhabi ein Minus von 1,38 Mrd. Dirham (etwa 295 Mio. Euro). Das ergaben Reuters-Berechnungen auf Basis der vom Unternehmen ausgewiesenen Halbjahreszahlen.

In einer Mitteilung an die heimische Börse nannte Aabar lediglich den Nettogewinn in den ersten sechs Monaten – dieser er betrug 202 Mio. Dirham. Für das erste Quartal hatte die Gesellschaft noch einen Überschuss von 1,58 Mrd. Dirham bekanntgegeben. Die Belastungen aus Derivategeschäften legten im zweiten Quartal nach Firmenangaben um 1,65 Mrd. auf 5,08 Mrd. Dirham zu.

Im Juni hatte der staatliche kontrollierte Fonds angekündigt, sich von der Börse zurückzuziehen. Er gehört mehrheitlich der International Petroleum Investment Corporation (IPIC), die sich ihrerseits komplett im Besitz der Regierung des Emirats befindet.

An Daimler hält Aabar 9,1 Prozent. Beide Seiten wollen gemeinsam die Entwicklung umweltfreundlicher Fahrzeuge vorantreiben.