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Der Verkauf der EADS-Anteile beschert dem Stuttgarter Autobauer Daimler ein besseres Quartalsergebnis. - Bild: Daimler

Das operative Ergebnis und den Umsatz hatte der Dax-Konzern für die einzelnen Bereiche schon eineinhalb Wochen zuvor mitgeteilt. Damals hatten die Stuttgarter viele Branchenkenner überrascht – die Werte waren nämlich besser als gedacht.

EADS beschert Daimler besseres Quartalsergebnis

“Der Markt erwartet jetzt sicher ein bisschen mehr”, sagte Analyst Jürgen Pieper vom Bankhaus Metzler. Nach den vorläufigen Zahlen hat den Stuttgartern vor allem der endgültige Verkauf der Anteile am Luft- und Raumfahrtkonzern EADS im zweiten Quartal ein besseres Ergebnis beschert. Demnach standen vor Zinsen und Steuern 5,2 Milliarden Euro in den Büchern. Der EADS-Verkauf trug dazu 3,2 Milliarden Euro bei.

Im Vorjahreszeitraum hatte das operative Ergebnis bei rund 2,3 Milliarden Euro gelegen. Ohne EADS wären es aktuell demnach lediglich gut 2,1 Milliarden Euro gewesen. Der Umsatz wuchs leicht auf 29,7 Milliarden Euro, nach 28,9 Milliarden Euro im Vorjahresquartal.

Daimler hält weiter an Jahresprognose fest

Offen ist derzeit noch, welchen Gewinn Daimler unter dem Strich eingefahren hat. Auch Prognosen für einzelne Sparten und Regionen könnten noch getroffen werden. “Überraschungen gibt es nicht mehr, es kommt jetzt auf die Feinheiten an”, sagt Analyst Pieper.

An der Prognose für das laufende Jahr hält Daimler den jüngsten Angaben zufolge weiter fest. Zuletzt rechnete der Autobauer beim operativen Ergebnis mit einem Wert unter dem des Vorjahres.

Daimler hat derzeit zudem Ärger mit der EU, weil der Autobauer ein inzwischen europaweit vorgeschriebenes Kältemittel wegen Sicherheitsbedenken nicht in seinen Klimaanlagen verwenden will. Spannend könnte daher auch sein, inwieweit Daimler mögliche Konsequenzen bereits in die Bilanz einbezogen hat.

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dpa/Guido Kruschke