Mercedes-Stern

Auch Mercedes spürt die Auswirkungen der Russland-Sanktionen. Bild: Daimler

“Im ersten Halbjahr haben wir noch 20 Prozent plus im Russland-Geschäft gemacht, jetzt geht das Momentum nach unten”, erklärte Zetsche der Bild am Sonntag. Schärfere Sanktionen gegen Russland lehnt der Firmenlenker jedoch ab. Es gelte ganz klar das Primat der Politik. Die Wirtschaft habe sich auf die Bedingungen einzustellen, die die Politik setzt.

Während es in Russland für Daimler nicht so toll läuft, konnten die Stuttgarter in den USA im Juli den Abstand auf Dauerrivale BMW etwas verkürzen. Die Stuttgarter setzten knapp 27 200 Neuwagen ihrer Kernmarke Mercedes-Benz ab und damit 15 Prozent mehr als vor einem Jahr, wie der Konzern am Freitag mitteilte. Das waren auch mehr Autos als BMW verkaufte – auf Jahressicht liegen die Münchner allerdings noch ungefähr 5000 Fahrzeuge vor den Stuttgartern. In diesem Zeitraum legte Daimler bislang um acht Prozent auf rund 178 800 Neuwagen zu.

Bei Daimler sorgten neben dem CLA-Modell, das es vor einem Jahr in den USA noch nicht zu kaufen gab, die überarbeitete E-Klasse und vor allem die neue Generation der S-Klasse für das Wachstum. Dagegen verkaufte sich die alte C-Klasse kurz vor dem Verkaufsstart ihres Nachfolgers noch in diesem Monat deutlich schlechter als vor einem Jahr. Als weiteres neues Modell kommt der Kompakt-SUV GLA noch in diesem Herbst zu den Händlern.

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dpa / Gabriel Pankow