Mercedes-Stern

Bei den Autos der Marke Mercedes-Benz scheint insbesondere in China - aber auch in Europa - weiter die Sonne, die schweren Lkws werfen beim Weltmarktführer aus Stuttgart dagegen nach wie vor einen Schatten. Bild: Daimler

Wie der Konzern am Freitag (21. Oktober) in Stuttgart mitteilte, werde der gesamte Absatz von Autos und Lastwagen nur noch leicht über dem Vorjahreswert liegen - zuvor hatte Daimler hier mit einem deutlichen Plus gerechnet. Die Gewinnprognose stehe jedoch "trotz volatiler Absatz- und Finanzmärkte", sagte Finanzchef Bodo Uebber. Beim operativen Gewinn peilt der Konzern einen Wert leicht über den knapp 14 Milliarden Euro vom Vorjahr an.

Daimler machten zuletzt vor allem die schwachen Märkte im Lastwagengeschäft zu schaffen. Die florierenden Pkw-Verkäufe konnten das nicht in dem Maße ausbügeln, dass die Prognose für das Geschäftsjahr gehalten werden konnte. Der Dax-Konzern hatte in den ersten neun Monaten 1,6 Millionen Autos verkauft - ein Plus von 12 Prozent. Die Erlöse stiegen im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahr um vier Prozent auf 38,6 Milliarden Euro. Unterm Strich verdiente Daimler mit 2,7 Milliarden Euro gut 13 Prozent mehr als im Vorjahresquartal.

Daimler hatte im dritten Quartal von starken Verkäufen in der Pkw- und Transportersparte profitiert und den Gewinn deutlich stärker gesteigert als am Markt erwartet. Schwächere Ergebnisse in der Lkw-Division belasteten hingegen. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg konzernweit um 10 Prozent auf 4,037 Milliarden Euro. 

Der um Sonderfaktoren bereinigte operative Gewinn (EBIT) stieg um 10 Prozent auf 4,01 Milliarden Euro und das Ergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter um 9 Prozent auf 2,595 Milliarden Euro. Der Umsatz wuchs in den Monaten von Juli bis September um 4 Prozent auf 38,597 Milliarden Euro.

Von befragte Analysten hatten mit einem Umsatz von 38,558 Milliarden Euro gerechnet, jedoch unter dem Strich deutlich weniger erwartet.

Mit Material von Dow Jones Newswires