Daimler Campus

IT-Riesen wie Google machen es im Silicon Valley vor: Das neue Daimler-Areal wird Campus-ähnlich angelegt. Bild: Daimler

Der Autobauer hat sich für das ehemalige KNV (Koch, Neff & Volckmar GmbH)-Gelände in Vaihingen als Standort entschieden, da die Größe des Geländes eine zusammenhängende Bürofläche zulässt. Darüber hinaus sei das Areal sehr günstig zwischen den anderen Daimler-Standorten Möhringen, Untertürkheim und Sindelfingen gelegen. Die Bauarbeiten sollen noch Ende dieses Jahres beginnen. Wie Daimler mitteilte, könne der Komplex voraussichtlich 2019 bezogen werden. Auf einer Grundstücksfläche von rund 41.000 Quadratmetern werden rund 90.000 Quadratmeter Brutto-Grundfläche errichtet.

Der neue Büro-Standort mit durchgehender Dachbegrünung soll sich als frei zugängliches Areal mit parkähnlichen Flächen und einer öffentlichen Mitte organisch in den umliegenden Stadtteil einfügen. Die Büros und Projektflächen befinden sich in den oberen Etagen der insgesamt vier Gebäude mit je sechs Stockwerken. Das Erdgeschoss ist reserviert für Konferenzräume, Kommunikations- und Meetingzonen, Innovationlabs und andere funktionale Bereiche. Zudem sind im Erdgeschoss ein Betriebsrestaurant, eine Cafeteria und weitere zum Teil öffentliche Einrichtungen geplant. 

„In seiner Struktur wird der neue Bürokomplex eine offene Plattform für die unterschiedlichste Gestaltung der zukünftigen Arbeitswelt bieten, die vernetztes, digitalisiertes Arbeiten, Kommunikation und Innovation fördert“, sagt Wilfried Porth, Personalvorstand des Konzerns. In Vaihingen werde somit ein Quartier mit hoher Arbeits- und Kommunikationsqualität umgesetzt werden, das als Teil des „SynergieParks Stuttgart“ zur Aufwertung und zur Revitalisierung des Gewerbeareals beitrage.

Zu den Baukosten machten die Schwaben keine Angaben.Einen großen Bürostandort fernab der Fabriken unterhält der Dax-Konzern bereits schon heute im Stuttgarter Vorort Möhringen. Das von Ex-Daimler-Chef Jürgen Schrempp als „Bullshit Castle“ geschmähte Objekt hatte dessen Vorgänger Edzard Reuter einst als Konzernzentrale errichten lassen. Schrempps Nachfolger Dieter Zetsche verlegte den Hauptsitz auf das Fabrikgelände in Stuttgart-Untertürkheim. Dort arbeitet der Vorstand nahe bei Montagehallen und Kantinen, umgeben von dichtem Werksverkehr – und ohne parkähnliche Grünflächen.