Dieter Zetsche

Dieter Zetsche: "Im Zusammenhang mit den BAIC-Plänen müssen wir verhandeln, welche Rolle Daimler hier spielen könnte." - Bild: Daimler

Der chinesische Autobauer BAIC strebe an die Börse, Daimler unterstütze das, sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche auf der Automesse in Detroit. Im Zusammenhang mit den BAIC-Plänen müsse verhandelt werden, welche Rolle Daimler hier spielen könne, sagte der Manager weiter. Darüber gebe es Verhandlungen. Vergangene Woche hatten Informanten berichtet, die Stuttgarter würden eine Beteiligung von zehn Prozent an BAIC prüfen.

Schwaben würden eine Zehn-Prozent-Beteiligung prüfen

Daimler und BAIC unterhalten bereits gemeinsam ein Vertriebs-Joint-Venture in China. Die Deutschen hoffen dadurch, stärker an dem starken Wachstum im Reich der Mitte teilhaben zu können.

Jüngst aufgekommene Spekulationen über einen möglichen Einstieg des chinesischen Staatsfonds CIC bei Daimler wies Zetsche zurück. Über einen Einstieg gebe es keine Gespräche, und er habe auch keine Informationen über ein solches Vorhaben, sagte der Daimler-Chef. Der Staatsfonds hält gut ein Prozent der Daimler-Aktien, und chinesische Medien hatten spekuliert, CIC könne diesen Anteil aufstocken.

Daimler hat hohen Nachholbedarf im Reich der Mitte

Daimler hinkt in China derzeit den Wettbewerbern hinterher, die in dem Land deutlich schneller wachsen. Mit einem neuen Management und einer Restrukturierung wollen die Stuttgarter nun aber durchstarten. Zetsche gab zu, dass Daimler Probleme mit dem Vertrieb in China hat. Schon in diesem Jahr werde man hier aber Verbesserungen sehen, versprach er.

Trotz der milliardenschweren Investitionen des Autoherstellers kündigte der Daimler-Chef an, dass die Ausschüttungsquote des Dax-Konzerns in den kommenden Jahren bei 40 Prozent belassen wird. Analysten von Morgan Stanley hatten jüngst öffentlich angezweifelt, dass Daimler eine solche großzügige Dividende aufrecht erhalten und gleichzeitig die geplanten Investitionen stemmen kann.

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Dow Jones Newswires/Guido Kruschke