Denza

Leicht getarntes Serienmodell auf dem Prüfstand in Shenzhen, China. - Bild: Daimler

Allerdings müsse sich grundsätzlich die Qualität von Elektrofahrzeugen verbessern, sagte Daimlers China-Chef Hubertus Troska mit Blick auf die enttäuschenden Verkäufe in China von alternativ angetrieben Autos und angesichts weiterer Herausforderungen für eine stärkere Verbreitung. Nur dann könne man höhere Absatzzahlen erwarten.

“Wir sind gut gelaunt, denn wir sind definitiv der Meinung, dass wir das beste chinesische Elektroauto haben”, sagte er auf einer Veranstaltung am Tag vor dem Produktionsbeginn des Denza. Die beiden Unternehmen haben in ihr paritätisches Joint Venture mehr als 300 Millionen Euro investiert. Auf konkrete Absatzziele für das neue Modell wollte sich Troska nicht festlegen.

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Rohbauproduktion des Denza mit Schweiß-Robotern im Produktionswerk Shenzhen, China. - Bild: Daimler

Auch zur Untersuchung der chinesischen Kartellbehörden gegen Mercedes-Benz und andere Autohersteller wollte sich der Manager nicht weiter äußern. “Wir kooperieren mit den Behörden”, sagte er lediglich.

Der Absatz von Elektro- und Hybridfahrzeugen hat sich in China in der ersten Jahreshälfte auf knapp 16.500 zwar mehr als verdoppelt. Doch ihr Anteil am Gesamtmarkt ist weiter verschwindend gering, auch wenn die Regierung das ehrgeizige Ziel verfolgt, deutlich mehr alternativ angetriebene Autos auf die Straße zu bringen. 2013 wurden insgesamt 18 Millionen Autos verkauft.

Keine Infrastruktur für E-Autos

Es fehle allerdings an Infrastruktur für Elektroautos, gab Troska zu Bedenken. Nach der Entwicklung des Produkts selbst werde sich auch dafür im Laufe der Zeit eine Lösung finden. Daimler arbeite mit dem schwedisch-schweizerischen Industriekonzern ABB an Ladegeräten, die die Kunden für 10.000 bis 20.000 Yuan (ohne Installation) erwerben können. Das sind umgerechnet bis zu knapp 2.500 Euro.
Der Denza wird ab September in Schanghai verkauft, danach wird er auch in anderen Städten verfügbar sein. Der Preis liegt bei mindestens 369.000 Yuan oder umgerechnet gut 45.000 Euro, allerdings sind staatliche Zuschüsse von bis zu 110.000 Yuan möglich, auch können Nachlässe bei Steuern und Gebühren gewährt werden.

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Gabriel Pankow / Quelle: Dowjones Newswires