Joachim Schmidt

Joachim Schmidt: "Wachstumschancen sehen wir vor allem in Nordamerika sowie in Japan, China und Russland." - Bild: Daimler

Im Januar verkaufte Daimlers Pkw-Sparte mit den Marken Mercedes, AMG, Smart und Maybach 102.180 Autos – ein Plus von 8,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie der Dax-Konzern am Dienstag in Stuttgart mitteilte.

Zweistelliger Zuwachs im Reich der Mitte

Getrieben wurde das Absatzplus vor allem vom bisherigen Sorgenkind China. Dort verkaufte Daimler im Januar 16.695 Mercedes-Benz, was einem deutlichen Zuwachs von 15,4 Prozent und dem bisher stärksten Januar-Absatz in dem Riesenreich entspricht. Im Dezember hatten die Schwaben, die dort der Konkurrenz hinterherfahren, in China noch ein dickes Minus verbucht.

Um das Geschäft voranzutreiben, hatte Daimler im Reich der Mitte jüngst an einigen Stellschrauben gedreht: Erst in der vergangenen Woche waren die Stuttgarter bei ihrem chinesischen Partner BAIC eingestiegen. Zudem hatte Daimler-Chef Dieter Zetsche mit dem bisherigen Lkw-Manager Hubertus Troska ein allein für China zuständiges Vorstandsmitglied ernannt. Zuvor waren zwei bisher getrennt arbeitende Vertriebsgesellschaften in China unter einem Dach zusammengelegt worden.

Schwaben hoffen auf Anschluß

Im vergangenen Jahr sah Daimler dort verglichen mit den Rivalen noch blass aus: Zuletzt standen 405.838 Audis 196.211 Mercedes-Benz gegenüber. Auch BMW hatte mit 326.444 verkauften Autos klar die Nase vorn.

Schwung erhofft sich der Autobauer nicht zuletzt von neuen Modellen wie der E- und S-Klasse, die 2013 an den Start gehen sollen. Auch der Verkauf der neuen Kompakten soll Daimler zufolge noch weiter anziehen.

Neben China waren für Daimler zum Jahresstart vor allem die USA und Japan wichtige Wachstumstreiber. Unterdessen schwächelten die Stuttgarter auf dem Heimatmarkt: In Deutschland ging der Absatz im Januar sogar leicht zurück.

“Wir gehen optimistisch in das Jahr 2013, auch wenn wir uns insbesondere in den kommenden Monaten auf volatile Märkte gerade in Westeuropa einstellen müssen”, erklärte Vertriebschef Joachim Schmidt. “Wachstumschancen sehen wir vor allem in Nordamerika sowie in Japan, China und Russland.”

Seine Bilanz für 2012 will der Autobauer an diesem Donnerstag in Stuttgart vorlegen.

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dpa/Guido Kruschke