Mercedes-Sterne

772.700 Pkw und Nutzfahrzeuge hat der Stuttgarter Autobauer im dritten Quartal verkauft - acht Prozent weniger also im Vorjahreszeitraum. Bild: Daimler

| von Roswitha Maier

Das ist etwas mehr, als Daimler sich zu Anfang des Jahres vor dem Ausbruch der Covid-Krise mit 4 bis 5 Prozent vorgenommen hatte. Die Margenziele hatte das Management um Vorstandschef Ola Källenius zwischenzeitlich ausgesetzt. In die Zahlen fließt bei Daimler auch das Geschäft des chinesischen Gemeinschaftsunternehmens ein, das früh wieder in die Spur fand und insbesondere im dritten Quartal stark zulegte.

Bei den Lkws und Bussen geht Daimler nun von einer bereinigten operativen Rendite von einem bis zwei Prozent aus. Hier lag die Zielvorgabe zu Jahresbeginn jedoch bei fünf Prozent. Die Sparte ist von der Wirtschaftskrise schwer getroffen, verzeichnete im dritten Quartal aber wieder einen Bestellanstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum. In der Mobility-Sparte mit Finanz- und Mobildienstleistungen rechnet der Konzern mit einer bereinigten Eigenkapitalrendite von neun bis zehn Prozent. Diese Maßgabe lag zu Jahresbeginn noch bei zwölf Prozent.

Die gute Finanzlage im dritten Quartal, in dem dem Unternehmen 5,1 Milliarden Euro an freien Mitteln im Industriegeschäft zuflossen, lässt Finanzchef Harald Wilhelm auch für das Gesamtjahr optimistischer werden. Er rechnet hier nun mit einem Bargeldzufluss von deutlich mehr als den im Vorjahr erzielten 1,4 Milliarden, nachdem er zuvor noch mit weniger kalkuliert hatte. Nach neun Monaten hat Daimler im Industriegeschäft einen positiven Free Cashflow von 3,5 Milliarden Euro aufzuweisen. Im ersten Halbjahr war Geld aus der Kasse abgeflossen, weil Daimler über Wochen im Corona-Lockdown kaum Autos verkaufen konnte, die Kosten aber teilweise weiterliefen.

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