Bekräftigten die Fortsetzung der Zusammenarbeit zwischen Renault-Nissan und Daimler: Carlos Ghosn

Bekräftigten die Fortsetzung der Zusammenarbeit zwischen Renault-Nissan und Daimler: Carlos Ghosn und Dieter Zetsche. Bild: R

Vor zehn Jahren gab es reichlich Skepsis als der französisch-japanische Volumenhersteller und der deutsche Auto-Adel ihre Kooperation ausriefen, inzwischen sprechen sowohl Ghosn wie Zetsche von einer Erfolgsgeschichte und bekräftigten ihren Willen zu einer langfristigen Zusammenarbeit. Seit dem Beginn hat sich die Zahl der gemeinsamen Projekte von drei auf derzeit zwölf in Europa, Asien und Nordamerika vervierfacht.

“Der globale Umfang unserer Projekte wird weiter wachsen und wir gehen von einer langfristigen Partnerschaft aus?, so Carlos Ghosn, CEO und Chairman von Renault-Nissan. “Diese Partnerschaft hat die Zeit bis zur Marktreife wichtiger neuer Modelle verkürzt und hat sich als offensichtlicher strategischer Vorteil für Renault und Nissan erwiesen. Für die vorhersehbare Zukunft vertrauen wir auf die weitere Entwicklung unserer Geschäftsbeziehung.”

Ins selbe Horn stieß Dieter Zetsche: “Seit ihrem Beginn im Jahr 2010 hat die Zusammenarbeit gehalten, was sie versprochen hat, und sogar noch mehr. Und so werden wir auch in Zukunft zusammenarbeiten – mit gemeinsamen Projekten, die für alle beteiligten Partner eine Win-Win-Situation darstellen und Wert für unsere Kunden weltweit schaffen. Dies ist eine Erfolgsgeschichte, die es definitiv fortzuführen gilt.”

Die Aussagen der beiden Vorstandsvorsitzenden kommen zu einem Zeitpunkt, an dem sich die Renault-Nissan Allianz und Daimler auf die Markteinführung ihrer ersten von Grund auf gemeinsam entwickelten Fahrzeuge vorbereiten: der neue Renault Twingo und die neuen Smart fortwo und Smart forfour. Der Renault Twingo ging im September in Europa in den Verkauf, das Smart-Doppel folgt jetzt im November.

Die drei Fahrzeuge, die alle auf der Pariser Automobilausstellung präsentiert werden, sind voneinander unabhängige Produkte mit einer unverkennbar einzigartigen Markenidentität. Der Smart fortwo wird im smart-Werk in Hambach (Frankreich) gefertigt, während der Twingo und der Smart forfour in Renaults Werk im slowenischen Novo Mesto vom Band läuft.

Ausweitung des Projektportfolios

Im Juni 2014 gab es noch ein weiteres wichtiges Ereignis. So gaben Nissan und Daimler Pläne für die gemeinsame Entwicklung von Premium-Kompaktfahrzeugen bekannt, die gemeinsam in Mexiko gebaut werden sollen.

Der Bau eines gemeinsamen Werks in Aguascalientes in unmittelbarer Nähe eines bereits vorhandenen Nissan-Werks beginnt Anfang 2015. Der Produktionsbeginn ist für 2017 mit Infiniti-Modellen geplant. 2018 soll dann die Produktion von Mercedes Benz Fahrzeugen folgen. Das Werk in Mexiko wird nach Abschluss des Produktionsanlaufs eine Produktionskapazität von 300.000 Fahrzeugen pro Jahr bieten.

Die Premium-Kompaktfahrzeuge werden auch in anderen Werken von Daimler und Nissan rund um die Welt gebaut, darunter Europa und China.

Eng arbeiten die Unternehmen auch im Bereich Antriebsstrang zusammen. Im September lieferte Renault zum ersten Mal 1,6-Liter-Dieselmotoren für die neue Mercedes C-Klasse Limousine und den Mercedes Vito Transporter. Renault ist auch der Lieferant eines 1-Liter 3-Zylinder Saugbenzinmotors und eines 900cc 3-Zylinder Benzinmotors mit Turbolader für den smart forfour und den smart fortwo.

Für das Transporter-Segment haben Daimlers Mitsubishi Fuso Truck and Bus Corporation (MFTBC) und Nissan Motor Co. Ltd. gerade einen Vertrag über die Lieferung fertiger Nutzfahrzeuge für den Export unterschrieben.

Der Vertrag sieht die Lieferung von Nissans Transporter “NV350 Urvan” (Fahrzeuggesamtgewicht: 3,5 t) an Mitsubishi Fuso vor, das diesen noch in 2014 als “Canter Van” in Nahost verkaufen wird.

Die endgültige Vereinbarung erfolgte ein Jahr nach der Unterzeichnung eines Rahmenvertrags zwischen den beiden Unternehmen am 11. September 2013.

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fv