Dr. Zetsche

Dr. Dieter Zetsche: Daimler konnte im ersten Quartal 2011 einen satten Gewinn von 1,2 Milliarden Euro einfahren. - Bild: Daimler

Starke Verkaufszahlen der Luxusmarke Mercedes-Benz und der Lastwagen haben dem Stuttgarter Autobauer im Auftaktquartal 2011 einen deutlichen Gewinnsprung beschert.

Unter dem Strich fuhr Daimler von Januar bis März einen Gewinn von 1,2 Milliarden Euro ein, wie der DAX-Konzern mitteilte. Das war erwartungsgemäß fast doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum, als die Kunden nach der Wirtschaftskrise nur zögerlich in die Autohäuser zurückkehrten.

Die guten Verkaufszahlen ließen den Umsatz den Konzerns im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 15 Prozent auf 24,7 Milliarden Euro steigen. Vor Zinsen und Steuern fuhr Daimler einen Gewinn (EBIT) von 2,0 Milliarden Euro ein und damit 71 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Den größten Teil zum Gesamtergebnis steuerte mit 1,3 Milliarden Euro die Pkw-Sparte Mercedes-Benz Cars bei, zu der die Marken Mercedes-Benz, smart, Maybach und AMG gehören. Das waren 60 Prozent mehr als im Auftaktquartal des Vorjahres. Im Auftaktquartal hatte Daimlers Pkw-Tochter 12 Prozent mehr und vor allem teure Neuwagen verkauft, insbesondere in China – ein neuer Rekord. Die Umsatzredite verbesserte sich nach Konzernangaben auf 9,3 Prozent.

Lkw-Sparte stark, Busse knicken ein

Auch das renditestarke Lastwagen-Geschäft des Konzerns brummte weiter, nachdem die Kunden auch in Westeuropa und den USA die Krise abgehakt haben. Mit knapp 90.000 Lastwagen hatte der weltgrößte Nutzfahrzeughersteller nach eigenen Angaben bis Ende März 27 Prozent mehr Lastwagen an die Kunden gebracht als im Vorjahreszeitraum. Die Lkw-Verkäufe steuerten damit nach Konzernangaben 415 Millionen Euro zum gesamten operativen Konzerngewinn bei und erzielte eine Marge von 6,6 Prozent. 65 Prozent mehr Bestellungen im ersten Quartal dürften sich zudem in den kommenden Monaten im Umsatz niederschlagen. Zuvor hatten bereits die schwedischen Konkurrenten Volvo und Scania überraschend gute Ergebnisse vorgelegt.

Daimlers Transportersparte steigerte ihr Ergebnis angesichts eines Verkaufsplus von 16 Prozent ebenfalls. Der operative Gewinn verdreifachte sich auf 173 Millionen Euro.

Nicht ganz so gut lief es in der Bus-Sparte, wo bisher vor allem Fahrgestelle, aber wenige ganze Busse verkauft wurden. In den ersten drei Monaten des Jahres knickten die Verkäufe um 8 Prozent ein und bescherten der Sparte einen Verlust von 33 Millionen Euro. Der Konzern geht jedoch davon aus, dass das Geschäft im zweiten Halbjahr anzieht.

Mit Rekordverkäufen wollen die Schwaben in diesem Jahr mehr Umsatz und Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) einfahren als 2010. Und auch wenn Finanzvorstand Bodo Uebber in diesem Jahr aufgrund der Investitionen in neue Modelle und Werke eine Delle nicht ausschließen wollte, soll die Rendite des Pkw-Geschäfts bis 2013 von zuletzt 8,7 Prozent auf 10 Prozent steigen. Die höchste Marge hatten die Stuttgarter mit ihrer Pkw-Sparte 2007 mit 9,1 Prozent erreicht. Die Schwaben hatten das schon lange angestrebte Renditeziel in der Wirtschaftskrise auf Eis gelegt.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke