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Geht der Mercedes-Stern bald auch wieder über dem Iran auf? Dort laufen derzeit Verhandlungen über ein Motorenwerk und eine Nutzfahrzeugfertigung.. Bild: Daimler

Dabei soll es um die Fertigung von Dieselmotoren für Busse und Nutzfahrzeuge gehen. Die Verhandlungen selbst wurden vom Chef von Iran Khodro, Hashem Yekeh Zareh, gegenüber einer Agentur im Iran bestätigt. Er sprach dabei von einer umfangreichen Kooperation mit dem deutschen Konzern. Daimler selbst hat seit Jahren enge wirtschaftliche Beziehungen in das Land, unterbrochen durch die 2012 in Kraft getretenen und Mitte des Jahres aufgehobenen wirtschaftlichen Sanktionen. Grund war das umstrittene Atomprogramm des Landes. Bei den Verhandlungen frischt Daimler eine alte Partnerschaft auf. Bereits seit 1969 arbeitet man mit Iran Khodro zusammen. Einigen sich die Parteien, soll Daimler 30 Prozent an der Motorenfabrik halten. Bestandteil des Deals sei ein Zehn-Jahres-Vertrag mit Mercedes-Benz über den Bau von Nutzfahrzeugen und Bussen bei Iran Khodro.

Nach dem Fall des Embargos hat inzwischen ein regelrechter Run der Autoindustrie auf den Iran eingesetzt. In dem 75-Millionen-Einwohner-Land gibt es gerade im Bereich der Automobilindustrie hohen Nachholbedarf, insbesondere auch im Segemnt der Nutzfahrzeuge und Busse. Das Land gilt im Gegensatz zu zahlreichen anderen Hoffnungsmärkten als industriell gut entwickelt und hat eine relativ wohlhabende Bevölkerung. Nach einer Halbierung der Verkaufszahlen von 1,7 Millionen Einheiten im Jahr 2011 auf 791.000 verkaufte Fahrzeuge 2013, hat sich der Markt auf knapp über eine Million Einheiten in diesem Jahr erholt. Ähnlich das Bild bei den Nutzfahrzeugen. Für die nächsten Jahre erwarten die Marktexperten von IHS Automotive Wachstumssprünge in der Größenordnung von 10 Prozent pro Jahr, verweisen aber auf das nachwievor hohe politische und ökonomische Risiko, etwa durch den niedrigen Ölpreis. Erst kürzlich haben eine Reihe Autobauer und Zulieferer Investitionsabsichten im Iran angekündigt, vorneweg die französischen Hersteller Konzerne PSA und Renault.

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fv