Daimler, Mercedes-Stern

Die Umwelthilfe wirft dem Daimler vor, Verbraucher mit Werbung über saubere Dieselmotoren der C-Klasse in die Irre geführt zu haben. Bild: Daimler

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hatte im Frühjahr eine Unterlassungsklage wegen Verbrauchertäuschung eingereicht. Am 20. Dezember werde die Klage (Az.: 34 O 21/16 KFH) nun verhandelt, sagte ein Gerichtssprecher am Montag (7. November).

Bei der Klage geht es um angeblich falsche Werbeaussagen über saubere Dieselmotoren der C-Klasse. Angefochten wird unter anderem um die Aussage, dass die Stickoxid-Emissionen durch die Abgas-Nachbehandlung um bis zu 90 Prozent reduziert werden könnten. Eine Daimler-Sprecherin meinte hierzu: "Die Klage halten wir für unbegründet. Wir weisen den Vorwurf der Verbrauchertäuschung zurück."

Für das fragliche Mercedes-Modell hatte die DUH schon im Februar einen Entzug der Typgenehmigung des Modells gefordert. Das zuständige Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hatte den Wagen bei seiner groß angelegten Nachprüfung im April hingegen nicht beanstandet.

Die Umwelthilfe kritisiert schon länger eine Einrichtung, die in einigen Dieselmotoren dafür sorgt, dass die Abgas-Nachbehandlung in bestimmten Temperaturbereichen heruntergeregelt wird. Sie hatte in einem Rechtsgutachten diese Praxis für nicht rechtens erklären lassen. Auch ein Gutachten für den Abgas-Untersuchungsausschuss im Bundestag war zu diesem Schluss gekommen.

Fotoshow: Neue Motorenfamilie von Mercedes-Benz

  • Das neue Antriebsintegrationszentrum, kurz AIZ, in Sindelfingen. Bild: Mercedes

    Das neue Antriebsintegrationszentrum, kurz AIZ, in Sindelfingen. Bild: Mercedes

  • 600 Millionen Euro wurden hier in neue Großprüfstände sowie Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen investiert. Bild: Mercedes

    600 Millionen Euro wurden hier in neue Großprüfstände sowie Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen investiert. Bild: Mercedes

  • Menschen werden hier kaum noch benötigt. Bild: Mercedes

    Menschen werden hier kaum noch benötigt. Bild: Mercedes

  • Ob Motoren oder ganze Fahrzeuge - alles kann und wird geprüft. Bild: Mercedes

    Ob Motoren oder ganze Fahrzeuge - alles kann und wird geprüft. Bild: Mercedes

  • Feinjustierung am offenen Motor. Bild: Mercedes

    Feinjustierung am offenen Motor. Bild: Mercedes

  • Straßentests werden aber weiterhin durchgeführt. Bild: Mercedes

    Straßentests werden aber weiterhin durchgeführt. Bild: Mercedes

  • Bis zu 250 Kilometer pro Stunde können hier simuliert werden. Bild: Mercedes

    Bis zu 250 Kilometer pro Stunde können hier simuliert werden. Bild: Mercedes

  • Genauer kann aktuell nicht gemessen werden. Bild: Mercedes

    Genauer kann aktuell nicht gemessen werden. Bild: Mercedes

  • Neueste Motoren und neueste Fahrzeuge werden getestet. Bild: Mercedes

    Neueste Motoren und neueste Fahrzeuge werden getestet. Bild: Mercedes

  • Hier blickt nur noch ein Ingenieur durch. Bild: Mercedes

    Hier blickt nur noch ein Ingenieur durch. Bild: Mercedes

  • Der Rollenprüfstand kann rund um die Uhr genutzt werden. Bild: Mercedes

    Der Rollenprüfstand kann rund um die Uhr genutzt werden. Bild: Mercedes

  • Die Überwachung übernimmt der Computer. Bild: Mercedes

    Die Überwachung übernimmt der Computer. Bild: Mercedes

  • Die Reifenmontage muss jedoch noch von Menschenhand durchgeführt werden. Bild: Mercedes

    Die Reifenmontage muss jedoch noch von Menschenhand durchgeführt werden. Bild: Mercedes

  • Hochpräzise Drehmomentmessungen direkt an den Achsen können hier durchgeführt werden. Bild: Mercedes

    Hochpräzise Drehmomentmessungen direkt an den Achsen können hier durchgeführt werden. Bild: Mercedes