Mercedes-Benz soll 2010 rund vier Milliarden Euro zum Konzern-Gewinn von voraussichtlich sech

Mercedes-Benz soll 2010 rund vier Milliarden Euro zum Konzern-Gewinn von voraussichtlich sech Milliarden Euro beitragen. - Bild: Daimler

Der Stuttgarter Autobauer Daimler hebt seine Gewinnerwartung für 2010 angesichts der schnellen Erholung der Fahrzeugbranche innerhalb weniger Wochen erneut an.

Mercedes-Benz trägt zwar einen Großteil zum Gewinn bei, doch die Stuttgarter profitieren auch von der Erholung des lange Zeit schwachen Lkw-Marktes. „Wir rechnen für das Jahr 2010 mit einem deutlichen Umsatzanstieg und streben ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) aus dem laufenden Geschäft von sechs Milliarden. Euro an“, kündigte Konzernchef Dr. Dieter Zetsche an. Bereits Mitte Juli hatten die Schwaben ihre Gewinnerwartungen zum zweiten Mal in diesem Jahr auf mehr als vier Milliarden Euro nach oben geschraubt.

Das zweite Quartal hat Daimler mit einem Ebit von 2,1 Milliarden Euro abgeschlossen, nachdem im Vorjahresquartal noch ein Minus von einer Milliarde Euro verkraftet werden musste. Beim Umsatz legten die Stuttgarter um 19,6 Milliarden Euro auf 25,1 Milliarden Euro um 28 Prozent zu (wechselkursbereinigt um 21 Prozent).

Daimler-Konzern-Chef Dr. Dieter Zetsche: Rechnet damit, dass der Konzernabsatz nach 1,6 Millionen Fahrzeug im Vorjahr für 2010 insgesamt deutlich zunehmen wird. - Bild: Daimler

„Unsere Strategie zahlt sich aus: Wir haben in allen Geschäftsfeldern beim Absatz und beim Umsatz eine sehr dynamische Entwicklung. Nach einem bereits guten ersten Quartal konnten wir nun im zweiten Quartal ein exzellentes Ergebnis erwirtschaften“, sagt Zetsche. Laut dem Vorsitzenden des Vorstands der Daimler AG, der auch Leiter Mercedes-Benz Cars ist, konnten insbesondere Mercedes-Benz Cars und Daimler Trucks ihr operatives Ergebnis deutlich verbessern.

Die positive EBIT-Entwicklung im zweiten Quartal führte zu einer signifikanten Verbesserung des Konzernergebnisses auf 1,312 (i. V. -1,062) Milliarden Euro.

Konzernabsatz im zweiten Quartal um 27 Prozent gestiegen

Im zweiten Quartal 2010 hat Daimler weltweit 496.500 Pkw und Nutzfahrzeuge abgesetzt und damit das Vorjahresniveau um 27 Prozent übertroffen.

Zum Ende des zweiten Quartals 2010 waren bei Daimler weltweit 257.658 (i. V. 257.427) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Davon waren 163.507 (i. V. 162.818) in Deutschland tätig. Aufgrund der aktuellen Auftragslage und der sich weltweit erholenden Märkte wurde die Kurzarbeit – bis auf einen geringen Umfang – zum 30. Juni 2010 beendet.

Mercedes-Benz Cars hat den Absatz im zweiten Quartal um 19 Prozent auf 342.500 Fahrzeuge gesteigert. Für die Marke Mercedes-Benz bedeutet dies das stärkste zweite Quartal aller Zeiten; der Absatz erhöhte sich um 24 Prozent auf 314.400 Fahrzeuge. Lebenszyklus bedingt wurden vom smart fortwo 27.100 (i. V. 33.500) Modelle ausgeliefert. Der Umsatz von Mercedes-Benz Cars nahm um 33 Prozent auf 14,0 Milliarden Euro zu. Das EBIT stieg um 1,7 Milliarden Euro auf 1,.376 Milliarden Euro. Die Umsatzrendite betrug 9,8 Prozent (i. V. -3,2%).

Diese positive Ergebnisentwicklung resultierte laut Konzernangaben vor allem aus den gestiegenen Fahrzeugauslieferungen, insbesondere in China, sowie aus einem verbesserten Produkt-Mix. Darüber hinaus trugen eine bessere Preisdurchsetzung, Effizienzsteigerungen und leicht positive Wechselkurseffekte zu dieser deutlichen Ergebnisverbesserung bei.

Daimler Trucks konnte den Absatz um 55 Prozent auf 83.800 Lkw steigern. Zu dieser positiven Entwicklung trugen alle Kernmärkte bei, insbesondere Indonesien (+130%), die USA (+44%), Brasilien (+50%) und Europa (+39%). Der Umsatz lag mit 5,9 Milliarden Euro ebenfalls deutlich über dem Vorjahresniveau (4,2 Milliarden Euro). Das Geschäftsfeld erzielte mit einem EBIT von 300 (i. V. -508) Millionen Euro und einer Umsatzrendite von 5,1 Prozent (i. V. -12,0%) ebenfalls eine deutliche Ergebnisverbesserung.

Wesentlicher Faktor für dieses Ergebnis war die gute Absatzentwicklung, heißt es dazu aus Stuttgart. Weitere positive Effekte ergaben sich aus den Maßnahmen zur Kostensenkung, insbesondere aus der Neuausrichtung der Tochtergesellschaften Daimler Trucks North America und Mitsubishi Fuso Truck and Bus Corporation. Durch die laufende Umsetzung dieser Programme wurde das EBIT im abgelaufenen Quartal noch mit -14 (i. V. -217) Millionen Euro beeinflusst.

Der Absatz von Mercedes-Benz Vans ist um 42 Prozent auf 59.400 Transporter gestiegen. Der Umsatz lag mit 2,0 Milliarden Euro ebenfalls deutlich über dem Vorjahresniveau (1,5 Milliarden Euro). Das operative Ergebnis betrug 127 (i. V. -10) Millionen Euro, die Umsatzrendite verbesserte sich auf 6,4 Prozent (i. V. -0,7%). Die Ergebnisverbesserung ist vor allem auf den deutlich gestiegenen Fahrzeugabsatz zurückzuführen. Belastungen durch Wechselkurseffekte konnten durch nachhaltige Effizienzsteigerungen mehr als kompensiert werden.

Daimler Buses setzte weltweit 10.800 (i. V. 8.300) Busse und Fahrgestelle ab. Der Umsatz lag mit 1,2 Milliarden Euro ebenfalls über dem Vorjahresniveau (1,1 Milliarden Euro). Das Geschäftsfeld übertraf mit einem EBIT von 79 (i. V. 49) Millionen Euro ebenfalls das Vorjahresergebnis. Die Umsatzrendite lag bei 6,6 Prozent (i. V. 4,4%). Positive Wechselkurseffekte sowie höhere Umsätze infolge gestiegener Auslieferungen von Fahrgestellen in Lateinamerika waren die wesentlichen Faktoren dieser Ergebnisentwicklung.

Ausblick

Auf Basis der Einschätzungen der Geschäftsfelder erwartet Daimler, dass der Konzernabsatz im Jahr 2010 insgesamt deutlich zunehmen wird (i. V. 1,6 Millionen Fahrzeuge). Der Daimler-Konzern rechnet für das Jahr 2010 mit einem deutlichen Umsatzanstieg (i. V. 78,9 Milliarden Euro).

Angesichts der guten Geschäftsentwicklung in allen Geschäftsfeldern und unterstützt durch die günstige Entwicklung wichtiger Wechselkurse hat der Daimler-Konzern seine Ergebnis-Prognose noch einmal erhöht. Für 2010 wird ein EBIT aus dem laufenden Geschäft von sechs Milliarden Euro angestrebt.

Diese Erwartung basiert auf der Annahme einer weiterhin stabilen konjunkturellen Entwicklung und dem anhaltenden Markterfolg der Konzern-Produkte. Die größten Risiken werden in den hohen Volatilitäten an den internationalen Finanzmärkten sowie in einer Eintrübung des makroökonomischen Umfelds gesehen.

Die neuen EBIT-Erwartungen der Geschäftsfelder aus dem laufenden Geschäft für 2010 im Einzelnen:

• Mercedes-Benz Cars strebt ein EBIT von vier Milliarden Euro an.

• Daimler Trucks rechnet mit einem EBIT von rund einer Milliarde Euro.

• Mercedes-Benz Vans geht von einem EBIT in der Größenordnung von 350 Millionen Euro aus.

• Daimler Buses erwartet ein EBIT von 180 Millionen Euro.

• Daimler Financial Services rechnet mit einem EBIT von etwa 800 Millionen Euro.

Mercedes-Benz Cars wird im laufenden Jahr laut Unternehmensauskunft von der vollen Verfügbarkeit der neuen E-Klasse Modelle profitieren. Für Absatzimpulse sorgen auch der neue Supersportwagen Mercedes-Benz SLS AMG und ab dem Herbst 2010 die neuen Generationen der R-Klasse und der CL-Klasse. Ab dem dritten Quartal 2010 werden die Fahrzeuge sukzessive mit neuen Sechs- und Acht-Zylinder-Benzinmotoren ausgestattet.

Für die Marke Smart wird ab dem dritten Quartal 2010 eine Nachfrage-Belebung durch die neue Generation des smart fortwo erwartet. Auf der Basis des attraktiven und wettbewerbsfähigen Fahrzeugangebots geht das Geschäftsfeld davon aus, dass der Absatz der Marke Mercedes-Benz im Jahr 2010 zweistellig wachsen wird.

Für das zweite Halbjahr 2010 erwartet Mercedes-Benz Cars eine Fortsetzung des positiven Trends der ersten beiden Quartale, jedoch nicht mehr mit der gleichen Dynamik. Zwar werden global weiter stabile Absatzmärkte und ein sich festigendes wirtschaftliches Umfeld unterstellt, dennoch bestehen weiterhin Risiken einer verlangsamten Marktentwicklung in einigen Regionen.

Hinzu kommen in der zweiten Jahreshälfte erhöhte Personalaufwendungen aufgrund der zum 31. Mai beendeten Arbeitszeitverkürzung; außerdem besteht eine hohe Volatilität bei wichtigen Währungen. Demgegenüber stehen eine konsequente Umsetzung des Effizienzprogramms und eine optimierte Produktpalette.

Daimler Trucks erwartet aufgrund der sich stabilisierenden Marktsituation in vielen Kernmärkten sowie der Verfügbarkeit neuer Modelle für das laufende Geschäftsjahr eine deutliche Erholung des Absatzes im Vergleich zum Vorjahr. Indonesien, USA, Brasilien und Europa werden dabei aller Voraussicht nach die Treiber bleiben. Darüber hinaus wird in Japan und der Türkei ebenfalls mit einer Erholung des Marktes gerechnet.

Absatzimpulse erwartet das Geschäftsfeld auch von den modellgepflegten Mercedes-Benz-Lkw Atego und Axor, die ab der Nutzfahrzeug-IAA bestellt werden können und ab Ende des Jahres ausgeliefert werden.

Die in den USA angebotenen Detroit Diesel-Aggregate der neuen schweren Motorengeneration mit BLUETEC-Technologie zur Erfüllung der Emissionsrichtlinie EPA10 führen zu steigender Nachfrage nach Freightliner-Lkw. Der neue Fuso Schwer-Lkw mit BLUETEC-Motoren der neuen schweren Motorengeneration von Daimler Trucks und der neue mittelschwere Fuso Fighter versprechen weitere Nachfrage-impulse.

Mercedes-Benz Vans erwartet vor dem Hintergrund der steigenden Nachfrage und der Markterholung im Transportergeschäft einen deutlichen Anstieg des Absatzes gegenüber dem Vorjahr.

Daimler Buses rechnet für 2010 mit einem Absatzwachstum, das im Wesentlichen durch die Entwicklung des Fahrgestellabsatzes der lateinamerikanischen Märkte getragen wird. In Westeuropa wird das Absatzvolumen hingegen marktbedingt unter dem Vorjahreswert bleiben.

Daimler Financial Services rechnet für 2010 mit einem Rückgang der weltweiten Kreditrisikokosten und weiteren Effizienzverbesserungen im Vergleich zum Vorjahr. Beim Vertragsvolumen wird auf wechselkursbereinigter Basis für die zweite Jahreshälfte von einer stabilen Entwicklung ausgegangen.

Vor dem Hintergrund der sich wieder belebenden Nachfrage erwartet der Daimler-Konzern, dass die weltweite Zahl der Beschäftigten im Vergleich zum Jahresende 2009 stabil bleiben oder leicht steigen wird.

Der Stuttgarter Autobauer Daimler hebt seine Gewinnerwartung für 2010 angesichts der schnellen Erholung
der Fahrzeugbranche innerhalb weniger Wochen erneut an. Im Konzern rechnet man jetzt mit einem operativen
Gewinn von sechs Milliarden Euro. Bislang hatte Daimler-Chef Dieter Zetsche ein Betriebsergebnis von gut vier
Milliarden Euro in Aussicht gestellt.
Besonders gut laufen die Geschäfte der Pkw-Sparte. Mercedes-Benz trägt zwar einen Großteil zum Gewinn
bei, doch die Stuttgarter profitieren auch von der Erholung des lange Zeit schwachen Lkw-Marktes. „Wir
rechnen für das Jahr 2010 mit einem deutlichen Umsatzanstieg und streben ein Ergebnis vor Zinsen und
Steuern (Ebit) aus dem laufenden Geschäft von sechs Mrd. Euro an“, kündigte Konzernchef Dieter
Zetsche am Dienstag an. Bereits Mitte Juli hatten die Schwaben ihre Gewinnerwartungen zum zweiten Mal in
diesem Jahr auf mehr als vier Milliarden Euro nach oben geschraubt.
Das zweite Quartal hat Daimler mit einem Ebit von 2,1 Milliarden Euro abgeschlossen, nachdem im
Vorjahresquartal noch ein Minus von einer Milliarde Euro verkraftet werden musste. Beim Umsatz legten die
Stuttgarter um 19,6 Milliarden Euro auf 25,1 Milliarden Euro zu.Der Stuttgarter Autobauer Daimler hebt seine Gewinnerwartung für 2010 angesichts der schnellen Erholung der Fahrzeugbranche innerhalb weniger Wochen erneut an. Im Konzern rechnet man jetzt mit einem operativen Gewinn von sechs Milliarden Euro. Bislang hatte Daimler-Chef Dieter Zetsche ein Betriebsergebnis von gut vier Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Besonders gut laufen die Geschäfte der Pkw-Sparte. Mercedes-Benz trägt zwar einen Großteil zum Gewinn bei, doch die Stuttgarter profitieren auch von der Erholung des lange Zeit schwachen Lkw-Marktes. „Wir rechnen für das Jahr 2010 mit einem deutlichen Umsatzanstieg und streben ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) aus dem laufenden Geschäft von sechs Mrd. Euro an“, kündigte Konzernchef Dieter Zetsche am Dienstag an. Bereits Mitte Juli hatten die Schwaben ihre Gewinnerwartungen zum zweiten Mal in diesem Jahr auf mehr als vier Milliarden Euro nach oben geschraubt. Das zweite Quartal hat Daimler mit einem Ebit von 2,1 Milliarden Euro abgeschlossen, nachdem im Vorjahresquartal noch ein Minus von einer Milliarde Euro verkraftet werden musste. Beim Umsatz legten die Stuttgarter um 19,6 Milliarden Euro auf 25,1 Milliarden Euro zu.