Bodo Uebber

Bodo Uebber: Ich rechne damit, dass wir am Ende zusammen mit Rolls-Royce eine deutliche Mehrheit halten werden. - Bild: Daimler

“Dieses Management steht für einen Daimler und nicht für zwei”, sagte Finanzvorstand Bodo Uebber im Gespräch mit der “Börsen-Zeitung”. Damit erteilte der Manager Forderungen von Analysten erneut eine Absage, die wiederholt die Herauslösung der Nutzfahrzeugaktivitäten aus dem Konzern vorgeschlagen hatten.

Auch ein Verkauf der japanischen Lastwagentochter Fuso stehe nicht zur Debatte, sagte Uebber weiter. Die Tochter erfülle die gesetzten Renditeerwartungen.

Weitere größere Zukäufe plant Daimler vorerst nicht, nachdem die Schwaben gerade erst zusammen mit dem britischen Turbinenhersteller Rolls-Royce den Friedrichshafener Großmotorenhersteller Tognum übernehmen. Erledigt ist das Thema Übernahmen damit für Uebber jedoch nicht: “Sicher ist aber, das Unternehmen entwickelt sich nicht nur durch organisches Wachstum.”

Zuletzt wurde Daimler Interesse an der Fiat-Nutzfahrzeugtochter Iveco nachgesagt. Dabei haben die Stuttgarter eine Übernahme offenbar auch geprüft. “Wenn wir zukaufen, dann muss das wirtschaftlich Sinn machen. Das war hier, insbesondere bei der Wirtschaftlichkeit, aber nicht der Fall”, sagte Bodo Uebber.

dpa-AFX/Guido Kruschke