Actros neu breit

Der Premium-Lkw Actros spielt nach wie vor eine wichtige Rolle. Im September startet die Neuauflage. - Bild: Daimler

“Wir wollen den weltweiten Absatz von Mercedes-Benz-Lkw von 135.000 Einheiten im Jahr 2010 dieses Jahr um rund 20 Prozent steigern. Die Grundlage dafür haben wir mit unserem neuen Actros gelegt”, sagte Hubertus Troska, Markenchef bei Daimler Trucks, am Dienstag bei der Weltpremiere des Lastwagen Flaggschiffs der Stuttgarter in Brüssel.

Der europäische Lkw-Markt, auf dem sich die Nachfrage im Zuge der Wirtschaftskrise bis zum Anfang dieses Jahres sehr schwach entwickelt hatte, wird sich nach seiner Aussage weiter erholen: “Der europäische Lkw-Markt ist zwar immer noch unter Vorkrisen-Niveau, wir rechnen aber mit einem Zuwachs von mindestens 25 Prozent für Lkw über 6 Tonnen in diesem Jahr und sehen dabei sogar noch weiteren Spielraum nach oben”.

Auch auf dem europäischen Markt spielt der Premium-Lkw Actros eine wichtige Rolle. Insgesamt investierte Daimler nach Angaben vom Dienstag mehr als 2 Milliarden Euro in die Neuauflage des Verkaufsschlagers. Die Hälfte davon floss in die Entwicklung, die andere Hälfte in Standorte, Anlagen und Werkzeuge. Der neue Fernverkehrs-Lkw kann ab dem 1. Juli bestellt werden, der Produktionsstart ist für Ende September vorgesehen.

Daimler-Trucks-Chef Andreas Renschler zeigte sich vom Erfolg überzeugt: “Mit dem neuen Mercedes-Benz Actros sind wir in der Lage, die anspruchsvollen Euro-VI-Werte zu erfüllen und gleichzeitig den Verbrauch weiter soweit zu senken, dass der Kunde das auch im Geldbeutel spürt”.

Nachfrageaufschwung auf den wichtigsten Märken

Daimler Trucks ist mit den Marken Mercedes-Benz, Freightliner, Western Star und Fuso der weltgrößte Lkw-Hersteller und war dank eines deutlichen Nachfrageaufschwungs auf den wichtigsten Märken in den vergangenen Monaten einer der Erfolgsgaranten des Stuttgarter DAX-Konzerns.

Im ersten Quartal legten die weltweiten Auslieferungen der Lkw-Sparte um gut ein Viertel auf 89.300 Stück zu, die Einnahmen stiegen in etwa ebenso stark auf rund 6,2 Milliarden Euro. Vor Zinsen und Steuern trug das nach der Pkw-Sparte zweitgrößte Geschäftsfeld des Daimler-Konzerns mit 415 Millionen Euro gut ein Fünftel des Gesamtgewinns bei.

Auch die Vorzeichen für die Zukunft stehen gut: In den ersten drei Monaten des Jahres gingen fast zwei Drittel mehr Bestellungen ein, was sich in den kommenden Monaten nun Umsatz und dem Ergebnis niederschlagen dürfte.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke