Bisher waren vier Milliarden Euro an Einsparungen angekündigt, nun könnten es noch mehr werden. -

Bisher waren vier Milliarden Euro an Einsparungen angekündigt, nun könnten es noch mehr werden. - Bild: Daimler

Daimler werde die Sparmaßnahmen “strukturell absichern und ausbauen”, so Zetsche weiter. Bislang hat der Dax-Konzern bereits Einsparungen von rund vier Milliarden Euro angekündigt. Bis Ende 2014 soll das Programm in der Autosparte mit zwei Milliarden Euro zu Buche schlagen. Im Lkw-Bereich sollen es insgesamt 1,6 Milliarden Euro sein. Hinzu kommen Ersparnisse in der Bussparte. “Die Erntezeit hat gerade erst angefangen”, sagte Zetsche. Details zum Umfang weiterer Sparmaßnahmen nannte er nicht.

(Aktualisierung von 14:49 Uhr)

Bislang hat der Dax-Konzern bereits Einsparungen von rund vier Milliarden Euro angekündigt. Bis Ende 2014 soll das Programm “Fit for Leadership” in der Autosparte mit zwei Milliarden Euro zu Buche schlagen. Im Lkw-Bereich sollen es insgesamt 1,6 Milliarden Euro sein. Hinzu kommen Ersparnisse in der Bussparte. “Die Erntezeit hat gerade erst angefangen”, sagte Zetsche. Details zum Umfang weiterer Sparmaßnahmen nannte er nicht. Daimler ist derzeit hinter BMW und Audi bei Absatz und Rendite die Nummer drei in der Oberklasse.

Auch aus den Reihen der Aktionäre kamen Nachfragen zu dem Thema. Roland Klose von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) fragte etwa, wann das Programm in der Weise zum Tragen komme, dass es auch merklich auf das Ergebnis durchschlage. Daimler zufolge sollen die Sparmaßnahmen 2015 voll wirksam werden.

Viel Geld nehmen die Schwaben derzeit in die Entwicklung von völlig neuen Modellen in die Hand, mit denen sie weitere Zielgruppen erreichen wollen. “Wir wollen auch neue Kunden gewinnen, indem wir für Mercedes-Benz neue Segmente erschließen”, kündigte Zetsche an. Demnach will der Dax-Konzern auf der Automesse in Peking einen Entwurf für eine Mischung aus Geländewagen und Coupé vorstellen. Bislang ist der Erzrivale BMW in dem Bereich in der Oberklasse mit dem X6 allein auf weiter Flur.

Im März hatten die Schwaben mit dem GLA bereits einen kompakten Geländewagen auf den Markt gebracht. Im gleichen Monat wurde zudem eine neue C-Klasse eingeführt, ebenso wie die Großraum-Limousine V-Klasse. Bis 2020 will Daimler noch zwölf Modelle auf den Markt bringen, die bisher noch keinen Vorgänger haben.

“Wir beginnen 2014 mit demselben Tempo, mit dem wir 2013 beendet haben”, sagte Zetsche laut Redemanuskript. Zwar hätten sich die Märkte in den ersten drei Monaten uneinheitlich gezeigt, dennoch habe Daimler im ersten Quartal mehr Fahrzeuge verkauft als im Vorjahreszeitraum. Von Januar bis März hatten die Stuttgarter etwa bei ihren Automarken Mercedes-Benz und Smart 13,5 Prozent mehr Neuwagen abgesetzt.

Die Prognose für das laufende Jahr bestätigte der Dax-Konzern. Demnach sollen Umsatz, Absatz und operativer Gewinn deutlich gesteigert werden.

Vor allem auf dem größten Automarkt China, auf dem die Konkurrenten BMW und Audi bislang die Nase vorn haben, will Daimler zulegen. Allein in diesem Jahr wachse das Händlernetz in dem Riesenreich um hundert neue Betriebe. Insgesamt will Daimler dort Zetsche zufolge auf 400 Händler kommen.

Auf dem größten Pkw-Markt China hat Daimler kräftig zugelegt – die Konkurrenz ist den Schwaben dort aber noch immer um Längen voraus. Im März war der Absatz dort im Vergleich zum Vorjahresmonat um 34 Prozent auf 24 937 Mercedes-Benz geklettert. Die Volkswagen-Tochter Audi etwa wuchs ebenfalls um ein Drittel – verkaufte allerdings bereits 47 600 Fahrzeuge.

Zetsches Doppelrolle als Vorstandschef von Daimler und der wichtigen Autosparte Mercedes-Benz Cars hatten einzelne Aktionäre bereits im Vorfeld der Hauptversammlung bemängelt. Auch am Mittwoch kam das Thema auf: “Wir sehen es kritisch, dass Sie als Daimler CEO und Leiter Mercedes-Benz Cars gleich zwei Schlüsselfunktionen innehaben”, sagte Fondsmanager Ingo Speich von Union Investment. “Zwei Jobs sind auf Dauer auch für den besten Manager einer zu viel.”

Das sahen jedoch nicht alle Investoren so: “Dieser Kritik würde ich mich nur dann anschließen, wenn sich bei Mercedes-Benz Cars nichts tun würde”, sagte Lars Labryga von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger, “und das ist nicht der Fall.”

Alle Beiträge zu den Stichwörtern Daimler Mercedes

dpa-AFX/Andreas Karius