Dieter Zetsche

Das von Daimler-Chef Zetsche angekündigte Sparprogramm &Fit for Leadership" schlägt nun auch auf die Beschäftigten durch. - Bild: Daimler

Wie das “Manager Magazin” am Mittwoch unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtet, sollen im Rahmen des laufenden Sparprogramms bis zu zehn Prozent der Jobs vor allem in den Bereichen Vertrieb, Personal und Finanzen gestrichen werden. Der geplante Abbau sei Teil des Sparprogramms “Fit for Leadership”.

Produktions- und Entwicklungsabteilungen sind nicht betroffen

Die genaue Zahl sei allerdings noch offen. Die genaue Zahl sei allerdings noch offen. Wenn der Pkw-Absatz in den nächsten Jahren deutlich steige, solle der dadurch entstehende Mehrbedarf unter Umständen gegengerechnet werden. Die Produktions- und Entwicklungsabteilungen seien nicht betroffen. Ein Konzernsprecher war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Mit seinem aktuellen Sparprogramm will Daimler im Rennen um die Spitze der Oberklassehersteller seine Kosten bis Ende 2014 um zwei Milliarden Euro pro Jahr drücken. Damit wollen die Stuttgarter bei der Profitabilität an die Konkurrenten von BMW und Audi herankommen.

Geschäftsfeld Mercedes-Benz Cars muß “effizienter” werden

Ein Daimler-Sprecher sagte, er könne den Bericht nicht bestätigen. Im Rahmen des Programms “Fit for Leadership” beschäftige sich das Unternehmen mit der Frage, wie das Geschäftsfeld Mercedes-Benz Cars effizienter aufgestellt werden könne und führe in diesem Zusammenhang Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern. “Entscheidungen über Personalmaßnahmen gibt es noch keine”.

Der Sprecher verwies zudem auf die gültige Zukunftssicherung, die betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2016 ausschließt. Ein Arbeitsplatzabbau sei daher, wie bei Daimler üblich, nur über das freiwillige Ausscheiden von Mitarbeitern möglich, sagte er.

Premium-Konkurrenz rüstet auf

Der Premiumprimus BMW kündigte vor kurzem weitere Neueinstellungen an. “Der Zuwachs von 5.500 Mitarbeitern im vergangenen Jahr war mit 3.200 größtenteils in Deutschland. Wir entwickeln vor allem hier die Zukunftstechnologien und werden sie auch produzieren”, sagte BMW-Personalchefin Milagros Caiña-Andree vor Beginn des Genfer Autosalons.

Auch der Ingolstädter Autobauer Audi ließ auf der Bilanzpressekonferenz verlauten, daß im vergangenen Jahr 1.600 neue Stellen geschaffen wurden, davon 1.000 Experten, die sich mit der Entwicklung neuer Technologien befassen. Auch 2013 sind Neueinstellungen in ähnlicher Größenordnung geplant.

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dpa/Dow Jones Newswires/Manager Magazin/Guido Kruschke