Oliver Zipse auf dem AUTOMOBIL FORUM 2015 in München

Oliver Zipse auf dem AUTOMOBIL FORUM 2015: Die Produktion der Zukunft ermöglicht Innovationen “im Minutentakt”. Bild: Wolff

2010 wurden weltweit 71 Millionen Pkw verkauft – 2020 sollen es bereits knapp 100 Millionen werden. Das Wachstum wird auch künftig nicht mehr von den klassischen Automobilregionen Europe und USA getrieben, sondern “von China und dem Rest der Welt”, so Zipse. Dabei “gehen Globalisierung und Lokalisierung Hand in Hand”. Eine zentrale Belieferung weltweiter Märkte, etwa von Deutschland aus, “ist gar nicht mehr vorstellbar”, ein “Diktat zur lokalen Fertigung klar erkennbar”, erklärte der Produktionsvorstand. Viele Länder treiben diesen Prozess durch protektionistische Maßnahmen voran – Zollerhöhungen oder neue Steuergesetze sind nur ein Teil davon.

Darüber hinaus so Zipse in München, “ist das Automobil ein Aggregator für Innovationen geworden” – der wichtigste Einflusfaktor: der Kunde. Die Fahrzeuge werden immer komplexer und zu einem “Teil des Internets der Dinge”.

Für die Produktion gelte ähnliches: “Sie ermöglicht in Zukunft Innovationen im Minutentakt.” Dabei kommen viele kleine Veränderungen zusammen. BMW etwa teste derzeit in der Produktion den Einsatz von Smartwatches: Über eine Datenuhr am Handgelenk bekommen die Mitarbeiter am Band zu jedem Werkstück vor ihnen gezielt Informationen über Veränderungen und Besonderheiten zugespielt. Ein anderes Beispiel: Der Einsatz von 3D-Druckern nicht nur in der Entwicklung, sondern auch in der Produktion.

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Jürgen Wolff/ks