Johan de Nysschen, Cadillac

Ex-Audi-Manager Johan de Nysschen plant bei Cadillac einen Großumbau. – Bild: GM

Seit de Nysschen im Juli bei Cadillac übernommen hat, achten die US-Medien auf jedes Wort über die Pläne des langjährigen Audi-Managers mit der amerikanischen Kultmarke. Jetzt zeichnet sich ab: der neue Chef hat offenbar viel vor. Gegenüber dem Wall Street Journal kündigte de Nysschen Prdouktionskürzungen im Werk Lansing Grand River an, wo die Kernmodelle CTS und ATS vom Band gehen. Ziel ist eine straffere Versorgung der Händler mit Modellen. Derzeit ist die Produktionskapazität so ausgerichtet, dass die Händler den Fahrzeugbedarf für 100 Tage auf den Hof gestellt bekommen. De Nysschen möchte hier auf 30 Tage herunter kommen. Zudem ist er offenbar auch entschlossen, das aufgeblähte Händerlernetz zu lichten. Derzeit gibt es in den USA 900 Cadillac-Händler und damit mehr als doppelt so viele wie Mercedes-Benz-Händler. Aber: von der Marke mit dem Stern werden monatlich etwa 70 Prozent mehr Autos verkauft.

Ein weiterer Schwerpunkt des von Infiniti gekommenen Managers gilt der Modellpalette. Weiter ausbauen will er das Angebot an SUV. So sollen sowohl ein kompaktes SUV sowie ein zwischen SRX und Escalade angesiedeltes SUV ganz oben auf der Liste des neuen Chefs stehen. Als wichtigste neues Modell steht bei Cadillac die nächste Generation des SRX im Jahr 2016 an. Zudem erwartet IHS Automotive, dass 2018 ein C-SUV von Cadillac an den Markt kommen wird.

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Frank Volk