Nobuaki Katoh

Denso-Chef Nobuaki Katoh: Gibt er das Startsignal für eine Produktionsausweitung im heimischen Japan? – Bild: Denso

“Es ist möglich, dass wir die heimische Produktion auf einem stabilen Level halten oder sogar ausweiten”, erklärt Nobuaki Katoh, Chef des Zulieferer-Giganten. Katohs Aussagen laufen gegen die weit verbreitete Autobauer-Weisheit: Baue Autos da, wo sie auch verkauft werden!

Die Finanzpolitik des japanischen Premierministers Shinzo Abe könnte also die Autoindustrie wieder zurück ins Land holen. Denn der Yen wurde in den vergangenen zwei Jahren um 28 Prozent abgewertet gegenüber dem Dollar. Dadurch wird es wieder zunehmend attraktiver im Land der Kirschblüten Autos zu fertigen – und anschließend zu exportieren.

Nach dem Rekordjahr 2007, als 11,6 Millionen Autos im Land der aufgehenden Sonne vom Band liefen, sind die Produktionszahlen in Japan um gut ein Drittel zurückgegangen. Als sich der Kurs der japanischen Währung auch noch in der Nähe des Allzeit-Hochs einpendelte, schrillten bei den Autobauern die Alarmglocken. So warnte Renault-Nissan Boss Carlos Ghosn davor, dass die japanische Autobranche ausgehöhlt wird, wenn der Yen nicht schwächer werde.

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Gabriel Pankow