Aus Konzernkreisen ist zu vernehmen, dass man nach dem 18-monatigen Umbau in Dresden und bis zum möglichen Start eines E-Phaetons in der Manufaktur auch wieder Autos bauen möchte. Welche genau, sei noch im Fluss. Im vergangenen Dezember hatte VW-Markenchef Herbert Diess Top-Modelle der Marken Porsche, Bentley und Audi genannt. Entlassungen soll es alldieweil keine geben - etwa 100 Mitarbeiter sollen in Dresden bleiben, die restlichen zunächst im Werk Zwickau weiterbeschäftigt werden.

In der Konzernzentrale in Wolfsburg glaubt man fest daran, das Luxusmodell in die Manufaktur zurückholen zu können. "Der Phaeton ist und bleibt ein wesentliches Projekt für Volkswagen. Er ist für die Positionierung der Marke Volkswagen und für die Demonstration unserer technologischen Fähigkeiten unerlässlich", sagte ein Sprecher. VW-Betriebsratschef Osterloh wünscht sich die Rückkehr des Phaeton - als E-Auto. Bislang ist das nur Zukunftsmusik.

Berichte, wonach der E-Phaeton schon wieder von VW-Markenchef Herbert Diess gestoppt sei, weist das Unternehmen rigoros zurück - und setzt auf Zeit: "Der Phaeton macht nur Sinn, wenn er wieder der unumstrittene Leuchtturm der Marke Volkswagen wird. Die nächste Generation des Phaeton wird voll elektrisch und voll vernetzt sein."

Ein neues Konzept für das Werk gibt es gleichwohl noch nicht, erst Ende dieses Jahres will der VW-Vorstand nach Angaben von Betriebsratschef Bernd Osterloh eine neue Strategie für die Gläserne Manufaktur in Dresden vorlegen. "Wir stehen in engem Kontakt zu den Kollegen in Dresden. Gemeinsam besprechen wir mit dem Markenvorstand das Übergangskonzept und die endgültige Lösung für die Gläserne Manufaktur", sagte Osterloh der Deutschen Presse-Agentur in Hannover.